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Ehrenamtliche im Ukrainekrieg: „Es hilft einem, etwas für andere zu tun“

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13.02.2026

Russische Drohnen haben in den vergangenen Wochen gezielt Kraftwerke und die Stromversorgung in Kiew zerstört. Dieser Winter ist ungewöhnlich kalt. Wie geht es den Menschen in der ukrainischen Hauptstadt?

Seit Anfang Januar haben viele keine Heizung und kein Licht. Viele Häuser haben kein Wasser, sodass die Menschen nicht einmal die Toilette benutzen können. Es wird immer schlimmer. Es ist sehr kalt und die Menschen konzentrieren sich aufs Überleben.

Wie können Sie ihnen helfen?

Jeden Abend verteilen wir Essen, heißen Tee und Kleidung an obdachlose Menschen, die in U-Bahn-Stationen leben. Vor zwei Tagen haben wir erfahren, dass zwei von ihnen an der Kälte gestorben sind. Sant’Egidio hat in Kiew auch humanitäre Zentren, in denen wir Lebensmittelpakete, warme Kleidung und andere Dinge wie Powerbanks an die Leute verteilen, damit sie wenigstens ihre Handys aufladen können. Vor allem an Binnenvertriebene, denn sie sind besonders gefährdet.

Warum brauchen vor allem sie die Unterstützung?

Sie leben weit weg von zu Hause, haben Mietkosten, die sie vielleicht zuvor nicht in dieser Höhe hatten. Oft haben sie auch keine Arbeit. Ich habe eine alte Frau getroffen, eine Binnenvertriebene. Sie kam zu uns, um ein Lebensmittelpaket für den Monat........

© Tag des Herrn