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Antworten auf Fragen von SÜDKURIER-Lesern: So können sich Nutzer gegen Internetriesen wehren

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06.07.2026

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts. Im Internet-Zeitalter sammeln Konzerne wie Alphabet (Google), Meta, Amazon, Microsoft, Apple, Paypal oder Temu jedes Detail über ihre Kunden, um damit passgenaue Angebote zu machen. Oft bleibt dabei aber der Datenschutz auf der Strecke. Besonders bei ausländischen Anbietern besteht diese Gefahr, aber auch wer nur deutsche Dienste nutzt, sollte einige Punkte beachten. Der SÜDKURIER hat im Rahmen eines Webinars zu Daten und Datenschutz mit mehreren Hundert Abonnentinnen und Abonnenten Experten der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg (VZBW) befragt, wie man verhindert, dass sensible, persönliche Informationen im Netz landen. Hier eine Auswahl der wichtigsten Erkenntnisse.

Wo finden sich überall Daten von mir?

„Durch die zunehmende Digitalisierung des Alltags finden sich zahlreiche Daten in Smartphones, Tablets, Computern oder elektronischen Geräten“, sagt Oliver Buttler, Abteilungsleiter Telekommunikation, Internet, Verbraucherrecht bei der VZBW. Dazu gehörten etwa Smart-Home-Geräte oder auch Spielzeug oder Fitness-Uhren. Auch durch Interaktionen im Internet - etwa per Browser und Social Media - oder im Alltag, also beim Einkaufen, durch das Auto-Navi oder smarte Stromzähler, würden Daten generiert, sagt er.

Was sind personenbezogene Daten?

Das sind alle Daten, die Rückschlüsse auf Sie als Person zulassen, Sie also identifizierbar machen. „Dies sind insbesondere Name, Vorname, Anschrift, Telefon, E-Mail, Geburtsdatum, Beruf, Kontodaten, medizinische Befunde, Hobbys, Religion oder persönliche Vorlieben“, erklärt Erich Nolte, Datenschutzexperte der VZBW.

Warum wollen Firmen so viele Daten haben?

„Daten sind die neue Währung dieses Jahrtausends“, sagt Buttler. Indem Anbieter möglichst viel über Verbraucher wissen, könne deren Angebot noch zielgerichteter ausgespielt werden. So seien Preise und Angebote immer häufiger beim Onlinekauf je Nutzer unterschiedlich oder es würden nur noch bestimmte Produkte angezeigt. Indem Kunden immer gläserner würden, steigerten die Anbieter ihren Profit.

Wie gelangen Firmen an meine Daten?

Es gibt laut VZBW mittlerweile zahlreiche Adresshändler, die Daten über uns Verbraucher sammeln und diese Adresssätze ständig weiter vervollständigen. An Daten gelangen die Unternehmen durch Adresshandel, Wohngebietsbegehungen, Haushaltsumfragen, Gewinnspiele, öffentlich zugängliche Quellen (Adress- und Telefonbücher, E-Mail-Verzeichnisse, Handelsregister, Branchenverzeichnisse, Zeitungsanzeigen,........

© Südkurier