Back for good? Für Harry und Meghan wird es schwer
„Love Will Tear Us Apart“ – „Die Liebe wird uns auseinanderreißen“. So heißt einer der bekanntesten Songs der britischen Post-Punk-Band Joy Division. Das melancholisch-düstere Lied aus dem Jahr 1980 erzählt nicht vom lauten Knall einer Trennung, sondern davon, wie Nähe langsam schwindet und aus Vertrautheit Entfremdung wird. Man könnte denken, es sei ein aktuelles Lied, das von Prinz Harry und Herzogin Meghan auf der einen und von den Briten auf der anderen Seite handelt.
Schon klar, ein royales Paar und ein Land haben keine Zweierbeziehung. Und doch hilft die Metapher, dieses spezielle Verhältnis zueinander zu beschreiben. Weil es sich über die Jahre erstaunlich ähnlich entwickelt hat wie eben eine Liebesbeziehung. Kaum eine königliche Verbindung wurde mit so viel Neugier und Wohlwollen betrachtet. Und kaum eine löste später derart viel Enttäuschung, Ärger und Ablehnung aus. Aus einer britisch-amerikanischen Liebesgeschichte wurde eine toxische Fernbeziehung.
Sechs Jahre nach dem „Megxit“ wollen Harry und Meghan nach Großbritannien zurück
Umso bemerkenswerter ist die Nachricht, die das Königreich nun seit Tagen beschäftigt: Sechs Jahre nach dem „Megxit“, wie der Rückzug des Paares vom Königshaus im Jahr 2020 und der darauffolgende Umzug in die USA genannt wurde, wollen Harry und Meghan mit ihren Kindern nach Großbritannien zurückkehren. Offenbar noch im August. Der siebenjährige Archie und die fünfjährige Lilibet sollen dann ab September eine britische Privatschule besuchen. Als neues Zuhause ist Berichten zufolge eine nicht-royale Residenz außerhalb Londons vorgesehen – möglicherweise in den Cotswolds, jener englischen Bilderbuchlandschaft, in der zahlreiche Prominente leben. Ihre Immobilien in Kalifornien und Portugal wollen die Sussexes behalten.
Camilla Tominey vom Telegraph verglich die „Bombshell News”, die mediale „Bombe“, mit einem der überraschendsten Fernsehmomente überhaupt: dem unerwarteten Wiederauftauchen von Bobby Ewing in der Serie „Dallas“. Sie sei so verblüffend, schrieb sie, dass selbst die US-Talkshow-Ikone Oprah Winfrey wohl nur ungläubig die Augenbrauen heben und „Whaaaaat?“, „Waaaaas?” fragen würde. Warum sie Winfrey erwähnte? Dazu gleich mehr.
Zunächst: Es gibt in Großbritannien natürlich Fans des Paares, die sich über die Rückkehr freuen. In der breiten Öffentlichkeit wird die Kehrtwende jedoch überwiegend als ein Affront wahrgenommen: Erst haben Harry und Megan das Land jahrelang mit Spott überzogen, die eigene Familie verraten – und jetzt, so ist es auf Straßen und in Pubs der Insel zu hören, wollen sie plötzlich zurück?
Schon früh gab es Risse, manche offen, andere versteckt
Dabei begann für Harry und Meghan alles fast wie im........
