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Wie die SPD die Wende am Wohnungsmarkt schaffen will

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08.04.2026

Die schwarz-rote Regierungskoalition ist sich uneinig, wie sie der sich verschärfenden Wohnungsnot begegnen soll. Den Vorschlag von SPD-Chef und Bundesfinanzminister Lars-Klingbeil zur Gründung einer „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ sieht der baupolitische Sprecher der CDU, Jan-Marco Luczak, skeptisch, weil es Zeit und Geld koste, eine neue Struktur aufzubauen. Unserer Redaktion sagte er: „Eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft wäre mit den gleichen strukturellen Problemen beim Bauen konfrontiert wie private Bauherren oder die zahlreichen landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Bauen ist in Deutschland zu teuer und dauert zu lange. Wir sind zu träge und unsere Standards sind zu hoch. Da müssen wir ran, wenn Wohnen bezahlbar bleiben soll.“

Nach Berechnungen des Pestel-Instituts fehlen in Deutschland aktuell rund 1,4 Millionen Wohnungen. Frühere Bundesregierungen hatten ihre Wohnungsbauziele jeweils nicht erreichen können. Klingbeil schlägt nun vor, eine „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ zu gründen, die Wohnungsprojekte zu günstigen Konditionen entwickeln könnte, wie aus einem unserer Redaktion vorliegenden frühen Entwurf hervorgeht. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) steht hinter dem Vorschlag. Sie sagte der Süddeutschen Zeitung, der Staat habe große Vorteile, da er Grundstücke und eine sehr gute Kreditwürdigkeit habe, mit der er sich günstiger Geld als private Akteure leihen könne. Der Bund habe zudem andere Finanzierungsmöglichkeiten als die Länder. Laut Entwurfspapier sollen die reinen Baukosten auf weniger als 3.000 Euro je Quadratmeter gedrückt werden – im Kern über einen „industriellen Hochlauf“ beim seriellen Bauen. In ein paar Wochen will die........

© Südkurier