Die Heilkraft der Kräuter nutzen
Am 15. August feiern Gläubige das Fest Mariä Himmelfahrt. Zu den „Frauendreißigern“, den Tagen von 15. August bis 15. September, an denen die Kräuter besonders kraftvoll sein sollen, besonders jedoch zum Hochfest Mariä Himmelfahrt, werden bereits seit dem 9. Jahrhundert Heil- und Würzkräuter zu Kräuterbüscheln gebunden und in der Kirche gesegnet. Die genaue Zusammenstellung der Kräuterbüschel variiert von Region zu Region, meist besteht sie aus einer „symbolisch heiligen“ Zahl zwischen 7 und 99.
Auch kranke Tiere wurden mit Kräutern behandelt
Der Kräuterbüschel diente als Heilkräuter-Hausapotheke für den Winter, wurde oft im sogenannten Herrgottswinkel oder im Stall zum Schutz des wertvollen Viehs vor Seuchen aufgehängt. Es wurden nach Bedarf Kräuter herausgenommen und verwendet, auch dem kranken Vieh ins Futter gemischt.
Kräuterbüschel zu Mariä Himmelfahrt
Der Brauch des Kräuterbüschelbindens zu Mariä Himmelfahrt erinnert an eine Legende, wonach sich ein wohlriechender Blumenduft verbreitet habe, als Jesus Christus auf die Erde hinabstieg, um seine Mutter in den Himmel aufzunehmen. So hatte es der Dominikanermönch Jacobus de Voragine im Mittelalter festgehalten. Auch in diesem Jahr werden Kräuterbüschel in der katholischen........
