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Der Milliardär, der die Demokratie für gescheitert hält – und die Welt umbaut

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01.06.2026

Am 30. Mai debattierte Wien über den US-Tech-Investor Peter Thiel. Im Odeon-Theater, öffentlich, mit Publikumsfragen. Es ging darum, ob dieser Multimilliardär nun öffentlich in Wien sprechen dürfe. Thiel konnte dazu selbst natürlich nicht Stellung nehmen. Die Wiener Festwochen hatten ihn eingeladen, für den 7. Juni zu einem Abend mit dem Titel „Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik“. Dann luden sie Peter Thiel wieder aus, weil zu viele Künstler mit dem Boykott anderer Veranstaltungen drohten. Festivalleiter Milo Rau erklärte, er habe das Gespräch mit Thiel „extrem spannend“ gefunden – und sich leider dagegen entscheiden müssen.

Peter Thiel, 58, in Frankfurt am Main geboren, in den USA aufgewachsen. PayPal, Palantir, Facebook – wer seine Stationen aufzählt, beschreibt einen Menschen, der das Silicon Valley in Kalifornien nicht nur beobachtet, sondern mitgebaut hat. Palantir, das er 2004 gründete, liefert heute Datenanalysesoftware an die Sicherheitsapparate der USA und Großbritanniens. Thiel war erster externer Investor in Facebook, als Mark Zuckerberg noch im Studentenwohnheim saß. In einem Essay schrieb Thiel, er glaube nicht mehr, dass Freiheit und Demokratie kompatibel seien. Das........

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