„Der Humor kam oft von uns“: Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl nehmen Abschied vom „Tatort“
Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, wie reifte in Ihnen der Entschluss, aus dem „Tatort“ auszusteigen?
WACHTVEITL: Als die Zahl 100 am Horizont auftauchte, fanden wir das den geeigneten Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen. Ab einem gewissen Alter wird es unglaubhaft, sich mit Verbrechern zu prügeln oder über Zäune zu springen wie in unseren Anfängen. Da der „Tatort“ ein relativ realistisches Format ist, wollten wir nicht „verderricken“! (lacht)
Wurden Sie nach der Veröffentlichung auf der Straße angesprochen?
WACHTVEITL: Nachdem vor zwei Jahren alle Münchner Medien am gleichen Tag berichtet hatten, dass wir aufhören, erhielt ich tatsächlich so viele Rückmeldungen wie noch nie. Dabei macht man das hier sonst gar nicht, da jeder Münchner der Star in seinem eigenen Film ist. Spontane Äußerungen, wie „Ach, das ist aber schade. Wir werden Sie vermissen“, haben mich schon berührt.
Herr Nemec, wie waren die Reaktionen, als Sie 1991 zum ersten „Tatort“-Hauptdarsteller mit Migrationshintergrund wurden?
NEMEC: Man hat sich in Bayern nicht beschwert (lacht) und meine Landsleute haben sich gefreut. Sie waren stolz, dass einer der Ihren den Aufstieg zum Kriminalhauptkommissar schaffte, zumindest im........
