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War es Weltuntergangs-Wahn? Der Fall zweier ausgesetzter Kinder in Portugal

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26.05.2026

Gut eine Woche ist es nun her, dass zwei kleine Jungen an einer Landstraße im Süden Portugals gefunden wurden. Allein, verängstigt, mit etwas Obst, Wasser und Kleidung im Rucksack. Ihre Mutter, erzählen sie später, habe ihnen die Augen verbunden und gesagt, das Ganze sei nur ein Spiel. Was am 19. Mai zwischen den portugiesischen Orten Comporta und Alcácer do Sal geschah, beschäftigt inzwischen Ermittler und Gerichte in mehreren Ländern. Aus der Entdeckung zweier ausgesetzter Kinder am Straßenrand ist ein Fall geworden, der mit jedem neuen Detail verstörender wirkt. Es geht um eine Mutter, ihren neuen Lebensgefährten, eine rätselhafte Reise aus Frankreich nach Portugal – und um Berichte über apokalyptische Vorstellungen des Mannes, der die Kinder begleitet haben soll.

Zwei Jungen wurden in Portugal an einer Straße ausgesetzt

Das zuständige Gericht in der portugiesischen Stadt Setúbal hat inzwischen Untersuchungshaft für die Mutter der Kinder und ihren Lebensgefährten angeordnet. Die 41-jährige Marine R. und der 55-jährige Marc B., beide aus Frankreich, sollen die beiden Jungen im Alter von vier und fünf Jahren an der Straße zurückgelassen haben. Ihnen wird Kindesaussetzung vorgeworfen. Gegen beide liegen außerdem europäische Haftbefehle aus........

© Südkurier