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„Wir sind alle zutiefst verunsichert“: Warum eine angehende Therapeutin Existenzangst hat

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22.07.2026

Am Anfang war da ein gewisser Idealismus. Eine Überzeugung, mit ihrer Arbeit das Richtige zu tun. Menschen wirklich helfen zu können. Und heute? Die Überzeugung ist geblieben. Aber sie steht auf wackligen Beinen. Schon seit Längerem hat Lena Schmideder das Gefühl, dass die Politik den Stellenwert ihrer Arbeit nicht anerkennt. Dass sie die Bedeutung von psychischer Gesundheit nicht begreift und das Thema nicht ernst nimmt. Lena Schmideder sagt: „Wir sind alle zutiefst verunsichert.“

Psychotherapie unter Druck: Sparpaket verunsichert Therapeuten und Patienten

Seit zwei Jahren lässt sich die 26-Jährige in München zur Psychotherapeutin ausbilden. Ihr Fachgebiet ist die Verhaltenstherapie von Kindern und Jugendlichen. Zuvor hat sie im Bachelor und Master Soziale Arbeit studiert. Der Weg zur fertigen Therapeutin ist lang. Schmideder vertritt den Nachwuchs ihrer Branche im Jungen Forum des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten. Sie ist das Bindeglied zwischen den Alten und den Jungen. Den Therapeuten mit eigener Praxis. Und den Auszubildenden, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen.

Seit die Bundesregierung im Rahmen ihres Sparpakets für die gesetzlichen Krankenkassen angekündigt hat, bei der Psychotherapie zu kürzen, ist Lena Schmideder verunsichert. Zwar treffen die........

© Südkurier