Warum werden am Bodensee so viele Krimis gedreht, Matthias Koeberlin?
Herr Koeberlin, wie viele Drehtage haben Sie für den neuen „Die Toten vom Bodensee“-Film „Im Schattenreich“ im Krankenhausbett verbracht?
MATTHIAS KOEBERLIN: Ich glaube, es waren 14 Tage. Und es war furchtbar! Nur im Bett zu liegen, das ist bei weitem nicht so angenehm, wie man sich das vielleicht vorher vorstellt. Nach der ersten Woche wusste ich: Das wird zäh. Es ist nicht nur das permanente Liegen, sondern auch die Schläuche und Kabel. Vor der Mittagspause kamen die alle ab und danach wieder dran. Jeden Tag. Das war sehr ermüdend und wirklich anstrengend.
Andererseits erlebt Micha Oberländer, während er im Koma liegt, auch so einiges. Sie haben beispielsweise unter Wasser gedreht. Wie war das?
KOEBERLIN: Wir waren an einem Tag von morgens bis abends in Wien, wo es eine große Tauchschule gibt, die ein sehr tiefes Spezialbecken hat. Im Vorfeld wurde alles ausführlich besprochen, und während des Drehs waren immer Taucher mit im Becken – es war also völlig ungefährlich.
Haben Sie sich vorbereitet?
KOEBERLIN: Im längsten Fall musste ich eine knappe Minute die Luft anhalten, das kriege ich auch ohne größere Vorbereitung hin. Es war auch nicht das erste Mal in meiner Laufbahn, dass ich für einen Dreh unter Wasser musste, von daher wusste ich ungefähr, was auf mich zukommt. Da alles gut organisiert war und tolle Menschen um mich herum waren, die genau wissen, was sie tun, war das ein sehr angenehmer Dreh.
„Im Schattenreich“ ist der 25. Film der Reihe. Wenn Sie ein Ranking erstellen würden – wo würde er stehen?
KOEBERLIN: Es gibt auf jeden Fall Abstufungen, was die Filme angeht, auch in meinem persönlichen Geschmack. Komplett misslungen ist keiner. Viele Filme, die wir gemacht haben, mag ich sehr gerne, aber „Im Schattenreich“ würde ich weit im oberen Drittel ansiedeln, weil er eine andere Erzählform hat und auch visuell besonders ist.
Nachdem Micha Oberländer niedergestochen wurde, reagieren seine Kollegen Mara Eisler und Thomas Komlatschek sehr unterschiedlich. Wie wäre es bei Ihnen?
KOEBERLIN: Ich denke, ich würde aktiv rangehen – so aktiv, wie man in so einer Situation sein kann. Viel tun kann man ja nicht. Bei Komlatschek zeigt sich am Krankenbett die Hilflosigkeit,........
