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Sollte ich meinen Tod zu Lebzeiten thematisieren? „Dass uns das schwerfällt, ist menschlich“

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11.04.2026

Herr Böhning. Sie werden beruflich immer wieder mit dem Thema Tod konfrontiert.

ANDRÉ BÖHNING: Ja, ich arbeite hauptberuflich in der Klinikseelsorge am Kantonsspital Winterthur. Meine Tätigkeitsschwerpunkte ist die Begleitung von Patientinnen und Patienten in der Onkologie, Hämatologie und auf der Palliativstation, aber auch dem Notfallzentrum. Das heißt, es geht viel um jene Menschen, die von voranschreitenden und lebenslimitierenden Krankheiten betroffen sind.

Warum fällt es uns schwer, uns mit dem Lebensende zu beschäftigen?

BÖHNING: Für Betroffene und deren Angehörige sind Sterben und Tod eines nahestehenden Menschen mit Trauer verbunden und somit emotional belastend. Dass es uns schwerfällt, ist menschlich. Es wird jedoch nicht pauschal zu wenig über das Lebensende gesprochen. Häufig stehen dabei die organisatorischen Aspekte im Fokus, wie Patientenverfügungen, Behandlungswünsche oder notarielle Regelungen. Das Emotionale rückt vielfach in den Hintergrund.

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