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Newcastle-Krankheit erreicht Deutschland: Das müssen Geflügelhalter jetzt wissen

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20.03.2026

Die Newcastle-Krankheit ist erstmals seit 30 Jahren wieder in Deutschland angekommen. Bisher sind in Baden-Württemberg zwar noch keine Fälle der Krankheit bekannt, doch das Veterinäramt Waldshut sowie ein Zuchtwart aus der Region wollen Geflügelhalter am Hochrhein möglichst früh informieren.

„Von der Viruserkrankung betroffen sind vor allem Puten und Hühner“, heißt es in einer Medienmitteilung des Veterinäramts Waldshut. „Für Menschen ist das Virus normalerweise nicht gefährlich.“ Beim Geflügel hingegen komme es hingegen zu allgemeiner Schwäche, verschleimten Atemwegen, Durchfall, Lähmungen oder sogar zu plötzlichen Todesfällen. Außerdem könne sich die Legeleistung reduzieren und die Eierfarbe verändern. Das Veterinäramt bittet Halter, die Anzeichen wie diese feststellen, den Tierarzt oder das Veterinäramt zu kontaktieren.

Wie sich die Krankheit überträgt

Übertragen werde das Virus über Körpersekrete, Kot und Eier sowie über verschmutzte Transportkisten, Schuhe, Kleidung oder Fahrzeuge. „Infizierte Tiere können die Krankheit auch direkt weitergeben“, heißt es weiter. Entscheidend sei daher, entsprechende Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Die Haltung von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern (Puten), Wachteln oder Laufvögeln muss beim Veterinäramt registriert werden – auch bei der Haltung von wenigen Tieren zu Hobbyzwecken. Wer das nicht macht, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen. Auch Änderungen bei der Geflügelhaltung, wie etwa eine Beendigung der Haltung, müssen dem Veterinäramt unverzüglich mitgeteilt werden.

Um einem Ausbruch der Krankheit vorzubeugen, empfiehlt das Veterinäramt die Einhaltung, Überprüfung und Auffrischung der Impfung gegen Newcastle. „Es ist die einzige Muss-Impfung bei Hühnern und Puten. Alles andere ist freiwillig“, erklärt Anton Metzler, Zuchtwart der Rassegeflügelzüchter im Kreisverband Breisgau, im Gespräch.

Weitere vorbeugende Maßnahmen

Bei ihm im Kleintierzuchtverein Bonndorf können sich Geflügelhalter über die Impfung informieren und direkt zur Tat schreiten. „Die kleinste erhältliche Menge des Impfstoffs ist für 1000 Tiere ausgelegt. Weil die meisten Hobbyhalter bei Weitem aber keine 1000 Tiere besitzen, dürfen wir vom Kleintierzuchtverein den Impfstoff in geringere Dosen aufteilen.“ Geimpft werde über das Trinkwasser.

Weitere vorbeugende Maßnahmen sind: die Anzahl der Menschen mit Kontakt zum Geflügel beschränken, keine Gegenstände zwischen verschiedenen Geflügelbetrieben austauschen, Schutzkleidung und gesondertes Schuhwerk in Stallungen und Ausläufen tragen, Schadnager und Fliegen bekämpfen sowie Futter und Einstreu geschützt lagern.

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