Pakistans Sportfans feiern wegen Energiekrise von zu Hause
Es erinnert ein bisschen an Corona-Lockdown. Bevor das Spiel beginnt, treffen sich die Schiedsrichter und wichtigsten Spieler in der Mitte des Feldes. Hinter ihnen: Gähnende Leere, eine Kulisse aus weißen und grünen Sitzschalen ragt in den dunklen Nachthimmel und da ist überhaupt kein jubelndes Publikum.
Seit Donnerstag findet Kricket in Pakistan ohne Zuschauer statt. Weil Fans dadurch nicht mit Bussen zu den Stadien strömen und Essensstände nicht mit Gas versorgt werden müssen, hoffen die Ausrichter der Pakistan Super League, Energie zu sparen, die im Land gerade rar wird.
Dabei gilt Kricket in Pakistan eigentlich wie in vielen südasiatischen Ländern als beliebtester Sport und verbindet Menschen in Gebieten des ehemaligen britischen Commonwealths miteinander. Doch der Iran-Krieg zieht Pakistan in eine schwere Energiekrise.
Pakistan auf Sparkurs wegen Energiekrise
Schon vor drei Wochen hatte das südasiatische Land mit drastischen Sparmaßnahmen auf steigende Energiepreise reagiert. Denn Irans Angriffe auf den Golf lassen den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nahezu erliegen. Aber von dort kommt eigentlich das Öl und Gas des Landes.
In einem ersten Schritt hob die Regierung in Pakistan daher die Spritpreise an. Es folgten die Anordnung einer Vier-Tage-Woche im öffentlichen........
