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Keiner will dauerhaft Kommandant der Gesamtwehr Königsfeld sein

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25.03.2026

Die Gesamtfeuerwehr Königsfeld hat mit Christoph Schwager einen neuen Kommandanten, aber vorerst nur für ein Jahr. Die auf der Tagesordnung der Hauptversammlung stehende Wahl des Kommandanten in der Gemeindehalle Weiler fand praktisch nicht statt. Nachdem bekannt war, dass Kommandant Martin Ochs aus gesundheitlichen Gründen zum 1. April 2026 ausscheidet – offiziell hätte seine Amtszeit 2027 geendet – wurden seitens des Kommandos Gespräche mit Kandidaten geführt. Für eine Amtszeit auf fünf Jahre war jedoch niemand bereit, ehe Schwager zusagte, für ein Jahr kommissarisch die Leitung der Gesamtwehr zu übernehmen.

Damit fällt die Feuerwehr zurück in die Situation von 2018, als nach dem Rücktritt von Erich Diertele ebenfalls kein Nachfolger gefunden wurde und im jährlichen Wechsel und bestimmter Reihenfolge ein Aktiver aus den Abteilungen die Führung übernehmen musste. Mit der Wahl von Ochs zum Kommandanten und Uwe Kammerer und Michael Fuss als Stellvertreter kehrte 2022 wieder Normalität ein.

Mehr Kommunikation und Kameradschaft gefordert

In seinem Jahresbericht blickte der stellvertretende Kommandant Michael Fuss auf 33 Einsätze zurück. Elfmal wurde mit dem Stichwort Brand alarmiert. Somit wurden 22 Einsätze im Bereich der Technischen Hilfe geleistet, darunter vier Verkehrsunfälle. Fuss räumte ein, die Wehrführung habe wiederholt keine Informationen an die Abteilungen weitergegeben, weshalb es zu Kommunikationsschwierigkeiten gekommen sei. Das werde man künftig besser machen.

Gearbeitet werden müsse auch an der Kameradschaft, die für ihn nicht nur beim Feiern, sondern auch bei den Vorbereitungen wichtig sei. „Wenn wir uns immer weiter voneinander entfernen, wird das System irgendwann zusammenfallen. Lasst uns miteinander reden und den Feuerwehr-Dienst in den Mittelpunkt stellen. Die beste Zeit einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die zweite ist jetzt“, forderte Fuss.

Die Gesamtfeuerwehr Königsfeld besteht aus den sechs Abteilungen Königsfeld, Neuhausen, Buchenberg, Weiler, Erdmannsweiler und Burgberg. Aktuell verfügt die Gesamtwehr über 119 Einsatzkräfte, darunter zehn Frauen. Kommandant (kommissarisch) ist Christoph Schwager, Michael Fuss und Uwe Kammerer Stellvertreter. Am 11. April feiert die Abteilung Burgberg ihr 125-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Gemeindehalle Weiler.

Wie gute Kameradschaft und Kommunikation funktioniert hob Alterswehr-Obmann Werner Obergfell in seinem Bericht hervor und kündigte für 2028 sein Amtsende und das seines Stellvertreters Alfons Hildebrand an.

Bürgermeister will zuverlässige Wehrführung

In seinen Dankensworten für die geleisteten Einsatzstunden mahnte Bürgermeister Fritz Link, das rollierende System könne nur als Notlösung gesehen werden. Die Amtsniederlegung von Ochs bedauere er sehr, mit ihm habe es eine gute Zusammenarbeit gegeben. Eine Wehr mit rund 120 Aktiven sähe eine gesetzliche Verpflichtung eines Kommandanten vor. „Die Gemeinde setzt viel Kapital für Ausrüstung und Fortbildung ein. Da braucht es eine zuverlässige Wehrführung“, bekräftigte der Bürgermeister.

Silke Schwinghammer vom DRK-Ortsverein Königsfeld betonte ebenfalls, dass es Kontinuität benötigte, um Ziele zu erreichen. Sie äußerte den Wunsch, dass das Rote Kreuz auch bei Proben der Feuerwehr dabei sein wolle. Kreisbrandmeister Florian Vetter zeichnete Axel Fichter, Sven Fichter, Daniel Hieske, Matthias Müller und Benjamin Weisser für 15-jährigen, Jörg Hettich, Betina Hettich, Thomas Hettich und Markus Jäckle für 25-jährigen und Kay Zwick, Andreas Weisser und Reinhold Breithaupt für 40-jährigen Feuerwehr-Dienst aus. Zum Oberbrandmeister befördert wurde Uwe Kammerer.

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