10.300 Euro für die Werke des Maler-Bruders: Bilder aus Udo Jürgens Nachlass finden neue Besitzer
„Ein Bild von seiner Hand kann mehr sagen als tausend Melodien“, sang Udo Jürgens einst über die Künste seines Bruders. Der Refrain von „Mein Bruder ist ein Maler“ geht vielen Anwesenden durch den Kopf, als sie sich am Sonntag, 18. Oktober, im Konstanzer Auktionshaus am See einfinden. Hier stehen heute sechs Bilder aus dem Nachlass von Udo Jürgens, der 2014 nach einem Herzinfarkt im Schweizer Gottlieben vor den Toren von Konstanz verstarb, zum Verkauf. Werke, die dem Sänger etwas bedeuteten, denn sie wurden von seinem Bruder Manfred Bockelmann gemalt.
Das macht es auch für die Käufer zu etwas Besonderem: Fast jedes der Bilder wird über dem aufgerufenen Startpreis verkauft. An wen die Werke gehen, bleibt aber ein Geheimnis, denn alle Käufer nehmen online über die Plattformen Lottissimo oder Invaluable oder über das Telefon an der Auktion teil. Nur eine Handvoll Zuschauer hat sich vor Ort im Auktionssaal versammelt. Viel zu bieten gibt es dennoch: Stück für Stück klettern die Preise nach oben.
Erst wird die Grafik „Blaue Welle“ für 600 Euro verkauft. Dann heißt es warten, bis die Gemälde an der Reihe sind. Das erste Gemälde „New York bei Nacht“ ist als Einziges im Auktionssaal ausgehängt: Es ist fast 30 Jahre nach dem berühmten Lied von Udo Jürgens („Ich war noch niemals in New York“) entstanden. Der Startpreis liegt bei 800 Euro, steigt aber schnell um 2000 Euro an. Ähnlich läuft es bei der „Häuserfront“, einer Ansicht von Venedig. Manfred........
