Drohnenkriege: Braucht es noch bemannte Kampfflugzeuge?
FCAS, Europas Kampfflugzeug der nächsten Generation, wurde auf Eis gelegt. Bei dem deutsch-französischen Gemeinschaftsprojekt wollten die Konzerne der beiden Mutterstaaten einfach nicht zusammenfinden. „Diese Realität erkennen wir an“, erklärte Bundeskanzler Merz mit Blick auf den französischen Präsidenten Emmanuel Macron. In derselben Rede beschwor Merz, Deutschland wolle seine Potenziale in der Drohnentechnologie nutzen. Die neue Luftfahrtstrategie der Regierung schafft die Rahmenbedingungen. Dennoch haben sich acht deutsche Rüstungsunternehmen zusammengetan, um den Nachfolger für das Kampfflugzeug Eurofighter zu entwickeln. Aber ist es in Zeiten des Drohnenkrieges eigentlich noch sinnvoll, auf bemannte Kampfflugzeuge zu setzen?
Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und dem Iran-Konflikt boomt die Rüstungsbranche. Gerade unbemannte Luftfahrzeuge, sogenannte UAV, zu denen auch Drohnen zählen, sind aus modernen Kampfszenarien nicht mehr wegzudenken. Bewährte Rüstungsgiganten wie Lockheed Martin, Airbus oder Saab setzen vermehrt auf diese Technologie – nicht nur mit kleinen Quadrokoptern, die in der Ukraine häufig als „Kamikazedrohnen“ an ihrem Ziel zur Detonation gebracht werden, sondern auch mit unbemannten........
