Deutsch-italienischer Beziehungsstatus: Es war kompliziert, aber jetzt haben wir uns wieder lieb
Die wohl berührendsten Dokumente dieser Freundschaft transportieren eine einfache Botschaft: „Andrà tutto bene“, alles wird gut. Sie sind entstanden zu einer Zeit, als die Partnerstädte Konstanz und Lodi so hart getrennt waren und sich zugleich so nahe standen wie wohl nie zuvor und nie danach in 40 Jahren. Junge Menschen aus Konstanz haben Plakate mit der einfachen Nachricht in Kameras gehalten und sie in die von der Corona-Pandemie so hart getroffene Stadt in Norditalien geschickt.
Konstanzerinnen haben Masken genäht und verkauft, der Erlös ging nach Lodi. Das Rote Kreuz hat für die Menschen in der 45.000-Einwohner-Stadt gesammelt, die Feuerwehr unterstützte ebenfalls. Rund 40.000 Euro kamen zusammen. Sechs Jahre ist das nun her und wirkt wie eine Erzählung aus lang vergangener Zeit – doch die Verbindung der Städte lebt. Aus dem Bewusstsein der Konstanzerinnen und Konstanzer ist die knapp 400 Kilometer entfernte Stadt nicht verschwunden. Sie werden an Lodi erinnert, wenn sie mit der Fähre nach Meersburg fahren – sie wurde 2010 auf den Namen der Partnerstadt getauft.
Am Kaiserbrunnen auf der Marktstätte bezeugt eine Bronzeplatte die historische Verbindung. Und am Eingang zum Ratssaal prangt ein Keramikbild, das Auszubildende aus Lodi als Geschenk gestalteten. Der Kontakt der Berufsschulen besteht bis heute, sagt Antonie Bernhard, die im Rathaus die Städtepartnerschaften unterstützt.
Ex-Bürgermeisterin von Lodi grenzte Flüchtlingskinder aus
Martin Schröpel, bei dem die Fäden zusammenlaufen, bezeichnet den Kontakt als „wieder eng“. Die aktuelle sozialdemokratische Stadtspitze, Andrea........
