Tausende Euro für Schmuck, Skulpturen und Porzellan – im Auktionshaus am Bodensee geht es heiß her
Im Auktionssaal des Konstanzer Auktionshauses am See herrscht kurz vor Beginn eine fast überraschende Ruhe. Sechs, vielleicht sieben Besucher sitzen auf ihren Plätzen. Einige unterhalten sich über Schmuckstücke, andere blättern noch einmal durch den Katalog. Nichts deutet darauf hin, dass in den kommenden Stunden Objekte im Wert von vielen Tausend Euro den Besitzer wechseln werden. Dann beginnt Dagmar Ender mit der Versteigerung. „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten, verkauft“, ruft die Geschäftsführerin.
Einen Hammer benötigt sie dafür nicht. „Den braucht es rechtlich gar nicht“, erklärt sie später. Trotzdem wirkt vieles so, wie man es aus Filmen kennt. Nur, dass die eigentliche Auktion längst nicht mehr nur im Saal stattfindet. Während vor Ort nur wenige Menschen dabei sind, verfolgen Tausende die Sommerauktion online. Sie bieten per Internet, Telefon oder schriftlichem Gebot mit. Die Folge: Die spannendsten Duelle spielen sich oft unsichtbar ab. Auf dem Bildschirm erscheinen neue Gebote im Sekundentakt. Preise springen nach oben, manchmal um wenige Euro, manchmal um Hunderte.
An diesem Wochenende werden Schmuck, Kunst, Porzellan, Silber, Skulpturen und Sammlerstücke versteigert. Der Samstag beginnt mit Schmuck. Gold, Silber, Perlen, Diamanten, Rubine und Saphire wechseln die Besitzer. Manche Lose erreichen nur den Schätzpreis. Andere entwickeln eine Eigendynamik.
Warum niedrige Startpreise den Reiz ausmachen
Was eine Auktion so faszinierend macht, zeigt sich immer wieder. Ein Objekt startet bei 80 Euro und wird schließlich für ein Vielfaches verkauft. Ein anderes findet........
