Großer Andrang bei „Universum Mensch“: Wenn Kunst den Menschen durchleuchtet
Wann hat man das zuletzt erlebt? Securitykräfte, die bei einer Vernissage Besucher abweisen mussten. Oben in der Städtischen Galerie „Fauler Pelz“ drängte sich das Publikum zur Eröffnung der Ausstellung „Universum Mensch“. Diese wurde von Diana Lukas und Dagmar Eckert von der Freien Kunstakademie konzipiert und realisiert.
Der Mensch als Wesen der Zukunft
Bürgermeister Thomas Kölschbach hinterfragte in seiner Begrüßung die Wahrnehmung von Kunst. „Vielleicht erkennen wir uns in manchen Bildern selbst“, sagte Kölschbach. „Sind wir das, was wir erinnern? Oder sind wir das, was wir erträumen?“ Er bezeichnete den Menschen als „Zukunftswesen – nicht fertig, nicht perfekt, aber fähig zur Empathie und zur Veränderung“.
Schon auf der Treppe werden die Besucher von einer spiegelnden Wand überrascht, die mit der Aufforderung „Reflect yourself“ zu einem Selfie einlädt. Den Zugang zu den Gastkünstlern eröffnete Diana Lukas in ihrer Laudatio. Justine Otto, deren Werke teilweise die ganze Wand ausfüllen, zähle zu den gefragtesten Künstlerinnen ihrer Generation und sei zeitgleich in mehreren anderen Ausstellungen vertreten.
Verschiedene Facetten des Menschen
Aljoscha Blau arbeite ebenso als freier Künstler wie als Illustrator und Autor für deutsche und internationale Verlage. Diana Lukas sagte über ihn: „Er taucht tief in die Geschichte ein und sucht nach dem, was hinter den Worten spürbar wird.“
Felix Scheinberger habe über 80 Bücher illustriert, die auf fünf Kontinenten und in zwölf Sprachen erhältlich seien. „Er überlegt nicht lange, das Gesehene fließt in die Hand, die mit schnellen Bewegungen nicht hinterherkommt“, sagte Lukas. „Die ausgestellten Werke zeigen Menschen, die alles Mögliche sein können: Unternehmer oder Gangster, Musiker oder Mathematiker, Handwerker oder Studenten.“
Das Publikum war vom lebendigen Intermezzo von Levinia Hoffmann und ihrem A-Capella-Ensemble begeistert. Mit glasklaren Stimmen stimmte die Gruppe „The Lion sleeps tonight“ an und die Zuhörer stiegen sofort mit ein. Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. Oktober.
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