Das Saisonende in der Eishalle Herrischried wird zur glatten Sache
Schneefälle haben am Wochenende das Gelände rund um die Herrischrieder Eishalle in eine wahre Winterlandschaft verwandelt. Drinnen endete die Wintersaison mit zwei Großveranstaltungen. Am Samstag wühlte der AC Hotzenwald beim Eisslalom das Eis mit seinen Karts noch einmal mächtig auf und brachte einen Hauch von Rennstallatmosphäre. Ganz anders am Sonntagabend. Da begeisterte der Eislaufverein Hotzenwald bei einem Schaulaufen in der vollen Eishalle Jung und Alt mit seiner magischen Show „Eiszauber“.
25 Senioren und 15 Junioren
Beim traditionellen Eisslalom des AC Hotzenwald in Herrischried wurden die Kollegen aus dem schweizerischen Safenwil und Luzern vermisst. Sie hatten sich entschuldigt. Viele von ihnen nahmen in Hockenheim an den Goodyear-Racing-Days teil. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Ganz besonders freute sich der Vorsitzende und Rennleiter Thomas Schneider, dass sich zu den 25 Senioren dieses Jahr gleich 15 Junioren gesellten. Viel Spaß hatten einige Fahrer und gingen gleich mehrere Male den Kurs an.
Der vom Sportleiter Joachim Deutschmann präzise abgesteckte Kurs für den VW Fox der Firma Zöller aus Hänner hatte eine Länge von 175 Metern und eine Breite von drei bis vier Metern. Den Sieg errang der Lokalmatador Gerold Zumkeller mit einer Zeit von 52,1 Sekunden, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa zwölf Kilometern pro Stunde entspricht. Auf den weiteren Plätzen folgten Hermann Vogt (54,30 Sekunden) und Ernst Nägele (57,24 Sekunden). Der Kart-Parcours war mit einer Breite von zwei Metern etwas enger gesteckt und 250 Meter lang.
Noch schneller im Kart
Das Rennen mit dem Kart, das auf jedem Rad zwei Spikesketten trug, war äußerst spannend. Die Teilnehmer erreichten mit knapp 25 Kilometern pro Stunde etwa die doppelte Geschwindigkeit des VW Fox mit nagelneuen Winterreifen. Sieger wurde Andreas Keller mit 36,16 Sekunden vor Sven Lüttin, der nur knapp vier Zehntelsekunden zurücklag. Weitere zwei Zehntelsekunden später kam Gerold Zumkeller ins Ziel. Bei den Junioren gewann Jaron Sutter mit 36,86 Sekunden vor Maximilian Linzmeier (37,22 Sekunden), gefolgt von Luisa Freter (37,47 Sekunden).
Nicht 19 Jahre, wie bei der Eiskunstlauf-Show vergangenes Jahr am Ostermontag, sondern lediglich ein Jahr mussten die 70 Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer des Eislaufvereins Hotzenwald (EVH) Herrischried warten, bis sie am Sonntagabend vor großem Publikum ihr Können demonstrieren konnten. Der bunte Eiszauber mit 22 Shownummern entführte das Publikum in die Welt des Eiskunstlaufens mit hübschen Kostümen und dynamischen Liedern.
Nach dem „Eiszauberlied“ von Sabina Kromer, kunstvoll mit KI-Technik gezaubert, führte der stellvertretende Vorsitzende Johannes Gehri mit Charme durchs Programm, bei dem die Akteure auf ihren Kufen das Eis förmlich zum Schmelzen brachten. Beim ersten Abschnitt brachten die Eisbären, Mäuse und Pinguine das Publikum nachhaltig zum Stauen. Schön anzusehen war, was die vier- bis sechsjährigen Kinder schwungvoll auf das Eis brachten.
Beeindruckende Vorführungen auf dem Eis
Nach der Gruppe Tannen öffnete sich die Bühne für die erste Kür, bei der Emma Komposch, Lena Schneider, Elisabet Uskevic und Leonie Kromer glänzten. Zoey Adler und Leonie Schenkewitz begeisterten mit einer Eigenregie. Danach folgten die Einzelläuferinnen Jolina Ziegler, Leonie Huber und Isabel Neher, die mit ihrem Programm bereits an Meisterschaften teilgenommen haben. Mit dem dynamischen, intensiven und beeindruckenden Vortrag der Freestyler unter der Leitung von Huber Matt wurde die Pause eingeleitet.
In der Pause konnte sich das fröstelnde Publikum bei Würstchen und Punsch aufwärmen, bevor beim zweiten Teil die etwas Fortgeschrittenen ihr Können bei Einzelläufen unter Beweis stellten. Den Auftakt gestaltete Jessica Florin, gefolgt von Clara Strittmatter, Melanie Widmann, Pia Kromer, erneut Jessica Florin, Lioba Brenn, Amelie Eckert, Finja Schneider und Hannah Escher. Den Abschluss machte Leonie Kromer. Flott und voller Schwung ging es bei der Gruppennummer zum Hit „Everybody“ der Backstreet Boys zu. Es wurde energisch eine Zugabe gefordert, die auch gewährt wurde. Der Abend endete mit einem großen Finale, bei dem sich die Spannung löste. Alle 70 Einzelläufer liefen noch einmal über das Eis und drehten schwungvoll ihre Runden in der Eishalle. Mit langem Applaus sagte das Publikum Danke für die tollen Darbietungen.
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