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Auch Nieselregen und Schmuddelwetter können den Wäldern die Freude am Ostermarkt nicht nehmen

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Der Ostermarkt rund um den Klausenhof lockte am Karsamstag trotz Schmuddelwetters zahlreiche Besucher hinauf nach Großherrischwand. In diesem Jahr wurde der kleine, aber feine Kreativmarkt durch die Eröffnung der neuen Begegnungsstätte „Landei“ sowie durch die Präsentation des neuen Buches „Sagenhafte Pflanzenwelt im Hotzenwald“ von Sandhya Hasswani bereichert.

Nebel verhüllte die Gugel, den Hausberg des Vorderen Hotzenwaldes. Mehr noch: Anhaltender Nieselregen fiel vom wolkenverhangenen Himmel. Keine guten meteorologischen Voraussetzungen also für den Ostermarkt also, der einen Tag vor Ostersonntag im Freilichtmuseum Klausenhof in Großherrischwand abgehalten wird. Doch die eingefleischten Liebhaber der Veranstaltung ließen sich nicht abschrecken.

Das „Landei“ soll ein echtes Kleinod in der Gemeinde werden

Schon vor der offiziellen Eröffnung stellten sich die Parkplätze an der Kreisstraße, die hinauf nach Herrischried führt, als knapp heraus. Schlag 11 Uhr eröffnete der Herrischrieder Bürgermeister Christian Dröse das vom Verein Aktiver Hotzenwald liebevoll umgestaltete „Loipenstüble“. In Zukunft soll hier unter dem Namen „Landei“ ein neuer Treffpunkt zur Verfügung stehen – ein echtes Kleinod in der Gemeinde, das bald alle Bürger zum fröhlichen Beisammensein anmieten können.

Die Übernahme des ehemaligen „Loipenstüble“ durch den Aktiven Hotzenwald erfolgte, weil kein neuer Pächter gefunden werden konnte. Der Bürgermeister dankte Petra Eckert und ihrem Team für ihre gute Arbeit: „Es wurde alles versucht, aber die Zeiten sind anders geworden. Immer und immer wieder wurden Pächter gesucht, doch die Gäste sind ausgeblieben.“

Die innovative Konzeption der Begegnungsstätte, ausgestattet mit Bücherschrank und Fairtrailer, erfährt seit Beginn eine umfassende Unterstützung durch den Gemeinderat. Erste feste Buchungen stimmen hoffnungsvoll. Die neuen Räumlichkeiten sind mit tiefgründigen Werken des Wehrer Künstlers Eduard Kasper bis in den Mai hinein geschmückt. Doch schnell zurück auf den Markt, denn es gab an 25 Ständen eine vielfältige Auswahl an kreativen und handgemachten Geschenkideen für das Osterfest an. Ein prachtvoller Stand voller Holzschmuck funkelte geheimnisvoll unter einer glänzenden Plastikdecke. Überdachte Bereiche oder das Café wurden stark frequentiert. Im heute ohne Eintritt zugänglichen Klausenhof schoben sich die Besucher durch die Gänge. Zum ersten Mal wurde schmackhaftes Olivenöl zum Verkauf angeboten.

In der historischen Bauernstube, die als romantisches Trauzimmer dient, hatten heute süße Teddybären auf der Chunscht Platz genommen. Am Eingang hatte sich die Herrischrieder Autorin Sandhya Hasswani positioniert, um ihr neues Werk „Sagenhafte Pflanzenwelt im Hotzenwald“ vorzustellen. Die faszinierenden Sagen der Pflanzen im Hotzenwald hat sie liebevoll mit Porträts von Bäumen, Beeren, Kräutern und mit viel Naturpoesie illustriert.

Die Eiersuche gehört zu den Höhepunkten des Ostermarkts

Schon wieder war Eile geboten! Auf die Kleinsten wartete ihr Höhepunkt des Ostermarktes: die Ostereiersuche. Vor der Schmiede versammelten sich über 50 Kinder und warteten sehnsüchtig auf den Startschuss von Britta Kaiser. Um 13.00 Uhr ging es im Galopp von der Schmiede an der Backstube vorbei runter und einmal um den Kräutergarten herum. Jedes Kind kam gleich mit schmutzigen Schuhen, einem strahlenden Lächeln und einem leckeren Ostertütchen zurück. Anständig: Jedes Kind schnappte sich ein Tütchen, sodass auch die Nachzügler noch voller Abenteuerlust auf Schatzsuche gehen konnten.

Jetzt am frühen Nachmittag war der Nebel in Richtung Wehrhalden verschwunden und die Sonne kam hervor. Die Grillwürste von der Metzgerei Hauber gab es zum ersten Mal nicht mehr. Dafür war der Waldorfkindergarten Sonnenquell aus Wolpadingen eingesprungen. Doch die Erzieherinnen hatten mit einem derart positiven Zuspruch nicht gerechnet, sodass bald weder Senf noch Würste vorrätig waren.

Auch die Schulklassen mit Popcorn und Ostergebäck fehlten ein bisschen. Dafür konnten die späteren Gäste den Nachmittag bei sonnigem Wetter verbringen und nach schönen, gehäkelten Hasen, Marmelade, Keramik und vielem mehr suchen. Wer ausreichend Zeit zur Verfügung hatte, konnte seinen eigenen Speckstein raspeln, feilen und zusätzlich mit einem Lederband ausstatten. Der Ostermarkt fand seinen Abschluss als versöhnlichen, warmen Frühlingstag.

Der Evetraum „Landei“

Der Vorraum eignet sich für Apéros sowie für den Empfang von Gästen. Der Gastraum verfügt über eine Kapazität für 30 Personen und ist mit Sitzbänken sowie Stühlen ausgestattet. In der Küche gibt es Geschirr, Besteck und Gläser. Herd, Backofen sowie die Spülmaschine dürfen verwendet werden. Im Kühlschrank sind alkoholfreie Getränke verfügbar. Gebucht wird über die Gemeinde bei Barbara Matt, 07764/9200-14 , b.matt@herrischried.de.

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79737 Herrischried Icon Haken im Kreis gesetzt Icon Plus im Kreis

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