Zwei Festnahmen im Fall der am Bodensee getöteten Esme E.
Bald zwei Jahre liegt die Tat zurück: Im Juli 2024 wurde die Leiche der 70-jährigen Esme E. in Nonnenhorn am Bodenseeufer entdeckt, die Polizei ging bald von einem Gewaltverbrechen aus. Nun teilen die Beamten mit, dass sie im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod zwei tatverdächtige Männer festgenommen haben.
Dabei wurden die Untersuchungshaftbefehle gegen die Verdächtigen laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West bereits im Februar 2026 vom Ermittlungsrichter am Amtsgericht Kempten erlassen, wegen des dringenden Verdachts des Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge.
Zunächst sei der Kriminalpolizei Kempten gemeinsam mit dem Bayerischen Landeskriminalamt, der Kriminalpolizeistation Lindau und der niedersächsischen Landespolizei in Salzgitter die Festnahme eines 53-jährigen Tatverdächtigen gelungen. Am 10. März habe sich dann der zweite, 30-jährige Tatverdächtige freiwillig bei der Kriminalpolizei Lindau gestellt.
Verdächtige sind in der Justizvollzugsanstalt
Die beiden Beschuldigten sind laut der Mitteilung dringend verdächtig, die 70-jährige Cafe-Besitzerin am 21. Juli 2024 unter Gewaltanwendung getötet zu haben. Die Tageseinnahmen ihres Gastronomiebetriebes in vierstelliger Höhe, die Esme E. bei sich hatte, sollen sie zudem entwendet haben. Der dringende Tatverdacht stütze sich auf die umfangreiche Auswertung der gesicherten Spuren.
Nach ihrer Festnahme wurden die Beschuldigten laut der Polizei den Ermittlungsrichtern am Amtsgericht Salzgitter und Kempten vorgeführt. Da die Haftbefehle aufrechterhalten wurden, seien die Beschuldigten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert worden. Die Kriminalpolizeiinspektion Kempten führt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Kempten die weiteren Ermittlungen. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass zu Gunsten der Beschuldigten bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Urteils die Unschuldsvermutung gilt.
Fall Esme E.: Polizei bittet erneut um Hinweise
Um die Tat weiter aufklären zu können, bittet die Kriminalpolizei Kempten erneut um sachdienliche Hinweise zu den Beschuldigten. Demnach haben sie markante Tattoos an den Armen und sollen sich im Bereich Kressbronn und Nonnenhorn bewegt haben, besonders in der Uferstraße. Die Polizei vermutet, dass sie dort mit einem Kastenwagen mit deutscher Zulassung oder einem Audi mit deutschem Ausfuhrkennzeichen unterwegs waren. Unklar sei noch, ob sich weitere Personen bei den Beschuldigten befanden.
Der gewaltsame Tod der beliebten Café-Besitzerin, die seit 1998 in Nonnenhorn gelebt und in Kressbronn gearbeitet hatte, hatte am Bodensee große Betroffenheit ausgelöst. Hunderte Menschen hatten sich bei einer Andacht von ihr verabschiedet. Sie war in der Türkei beerdigt worden.
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