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1880 kam auf 55 Einwohner eine Wirtschaft: So hat sich die Gastro-Szene im Laufe der Jahre verändert

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30.06.2026

Die Stockacher Gastronomieszene ist im Wandel. Doch ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass das schon früher der Fall war. Zahlreiche Wirtschaften, die einst wichtige Treffpunkte waren, sind längst Geschichte. Andere verschwinden nach und nach aus dem Stadtbild. Dabei war Stockach einmal reich an Gasthäusern. Im Jahr 2012 war den Stockacher Gasthäusern und Brauereien sowie denen der Ortsteile sogar eine Ausstellung im Stadtmuseum gewidmet. Deren Geschichte behandelte die damalige Stockacher Museums- und Archivleiterin Yvonne Istas im Katalog zur Ausstellung namens „Wein auf Bier, das rat ich dir?“

Früher eine hohe Dichte an Gasthäusern in Stockach

Stockach hatte als Hauptort der ehemaligen Landgrafschaft Nellenburg eine hohe Dichte an Gasthäusern, was auch mit seiner Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt zusammenhing. Schon Urkunden des 16. Jahrhunderts belegen den Ausschank (1528) und Anbau (1562) von Wein in Stockach. Bis zum Verbot 1817 gab es auch Besenwirtschaften, die eigenen Wein ausschenkten. Für die 1620er-Jahre ist erstmals der Ausschank von Bier in Stockach dokumentiert sowie ein Biersieder, also Brauer.

Im 19. Jahrhundert stieg die Zahl der Brauereien und Gasthäuser stetig an. Sind für 1815 drei Brauereien in Stockach nachgewiesen, waren es 1858 schon stolze 13. Im Jahr 1880 berichtet das Badische Bezirksamt, dass Stockach mit 37 Gasthäusern bei 2038 Einwohnern prozentual wohl an der Spitze aller badischen Städte stünde: Auf 55 Einwohner kam eine Wirtschaft.

In den ältesten........

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