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Hat Markus Söder wirklich eine Chance auf das Kanzleramt?

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15.09.2026

Politik ist ein schnelles Geschäft. Entsprechend kurz ist manchmal die Halbwertszeit politischer Aussagen. Ende Juli war es, als Markus Söder wieder einmal gefragt wurde, ob er noch einmal als Kanzlerkandidat zur Verfügung stünde, sollte es nötig sein. Der CSU-Vorsitzende antwortete: Das Kapitel sei abgeschlossen. „Die Frage stellt sich heute nicht - und sie wird sich auch in Zukunft nicht mehr stellen“, sagte der 59-Jährige dem „Handelsblatt“.

Sechs Wochen und eine Landtagswahl in Sachsen-Anhalt später stellt sich für viele genau diese Frage aber nun doch. Das CDU-Desaster von Magdeburg hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ins Wanken gebracht und Spekulationen über einen Kanzlertausch rasch befeuert. Und der Name, der neben NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) am häufigsten genannt wird, ist: Söder.

Söder warnt vor „Elfmeter ohne Torwart für die AfD“

Nur nicht von Söder selbst freilich. Und auch die gesamte CSU versucht alles, sich tunlichst zurückzuhalten. Von der CSU werde es „auf keinen Fall“ einen Kanzlersturz geben, lässt Söder selbst am Wochenende via „Bild am Sonntag“ wissen. Auf nochmalige Nachfrage, ob er das auch für die CDU ausschließt, sagt er: „Für die CDU bin ich nicht zuständig, da bin ich nicht der Vorsitzende.“ Obwohl die Aussage für sich genommen nur logisch ist, dauert es nicht lange, bis einige dahinter einen Seitenhieb in Richtung Merz verstehen........

© Südkurier