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Bundesfinanzminister Klingbeil setzt auf Rekordschulden und will dennoch viele entlasten

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29.04.2026

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will zusammenbringen, was auf den ersten Blick nicht zueinander passt. Sein Haushaltsentwurf für nächstes Jahr ist vollgesogen mit Schulden, dennoch sollen 90 Prozent der Steuerzahler weniger an den Staat zahlen als bislang. Diesen Widerspruch zu überbrücken, ist nicht leicht, doch in den nächsten Wochen kommt auf den SPD-Vorsitzenden noch die Aufgabe zu, eine Finanzlücke von 20 Milliarden Euro zu schließen. Er selbst spricht von einer großen Kraftanstrengung. Der Überblick zum Haushaltskonzept.

Der Finanzminister und die anderen Mitglieder des Kabinetts haben am Mittwoch die Eckwerte für den Etat 2027 beschlossen. Sie sind die Richtschnur für den Haushaltsentwurf, der Anfang Juli fertig sein soll. Hier und da wird es noch Änderungen geben, aber das Gerüst steht. In dem Zahlenwerk sticht die hohe Schuldenzahl heraus. Der Bund wird im kommenden Jahr 196,5 Milliarden Euro an Krediten aufnehmen – im Kernhaushalt und in den Sondervermögen für Infrastruktur und Bundeswehr. Die Gesamtausgaben von 600 Milliarden Euro werden also zu einem Drittel auf Pump finanziert. Schuldentreiber sind das Investitionsprogramm für Straßen, Schienen, Schulen........

© Südkurier