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Ford-Rückruf wegen schädlicher Gase: Diese Auto-Modelle sind betroffen

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30.03.2026

Ein Rückruf des Autobauers Ford sorgt derzeit für Unsicherheit bei vielen Fahrzeughaltern. Hintergrund ist ein mögliches Sicherheitsproblem, bei dem gesundheitsschädliche Gase in den Innenraum des Autos gelangen könnten. Der Rückruf wird vom Kraftfahrt-Bundesamt überwacht, der Hersteller hat reagiert. Doch welche Fahrzeuge sind konkret betroffen – und wie groß ist das Risiko?

Ford-Rückruf wegen schädlicher Gase: Diese Auto-Modelle sind betroffen

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) betrifft der Rückruf Fahrzeuge der Marke Ford aus den Modellreihen Transit und Transit Custom. Betroffen sind Modelle, die im Zeitraum vom 1. August 2021 bis zum 8. Dezember 2025 produziert wurden.

Insgesamt handelt es sich um eine große Rückrufaktion: 590.159 Fahrzeuge weltweit, davon rund 94.120 allein in Deutschland. Der Rückruf wird beim Hersteller unter dem Code 25SE6 geführt, beim KBA unter der Referenznummer 16247R. Solche Maßnahmen kommen immer wieder vor, wenn Hersteller sicherheitsrelevante Mängel feststellen.

Im Zentrum des Rückrufs steht die 12-Volt-Batterie der betroffenen Fahrzeuge. Sowohl das KBA als auch Ford beschreiben einen möglichen Mangel in der Entlüftung dieser Batterie. Konkret kann es vorkommen, dass die 12-Volt-Batterie entstehende Gase nicht korrekt außerhalb der Kabine entlüftet. Dadurch könnten diese in den Fahrzeuginnenraum gelangen. Laut Hersteller ist die Batterieentlüftung dafür vorgesehen, Gase aus der Batterie abzuleiten und außerhalb des Innenraums zu führen. Dabei entstehen im normalen Entgasungsprozess Wasserstoff und Sauerstoff. Unter bestimmten Bedingungen kann jedoch auch Schwefelwasserstoff (H₂S) gebildet werden, der gesundheitsschädlich sein kann.

Laut Ford können dabei unter anderem folgende Anzeichen bei den betroffenen Modellen auftreten:

unangenehmer, saurer Geruch oder Geruch nach faulen Eiern

sichtbarer Gasaustritt

Wärmeentwicklung im Bereich der Vordersitze

Rückruf bei Ford: Welche Maßnahmen greifen jetzt?

Ford hat für die betroffenen Fahrzeuge konkrete Nachbesserungen vorgesehen. In den Werkstätten wird:

ein Batterieentlüftungsschlauch installiert, der die Gase nach außen ableitet

die Batterie überprüft

die Batterie bei festgestellten Schäden ausgetauscht

Die Reparatur ist für Fahrzeughalter kostenlos und dauert laut Hersteller etwa eine Stunde. Sie kann auch über mobile Serviceangebote abgewickelt werden.

Ford hat keine Anweisungen herausgegeben, die Fahrzeuge nicht mehr zu fahren. Dennoch sollten Halter aufmerksam bleiben: Wer ungewöhnliche Gerüche oder andere der genannten Auffälligkeiten bemerkt, sollte zeitnah einen Werkstatttermin vereinbaren. Fahrzeughalter sollten prüfen, ob ihr Fahrzeug in den genannten Produktionszeitraum fällt – etwa anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN). Für Rückfragen empfiehlt es sich, den Rückrufcode 25SE6 bereitzuhalten und Kontakt mit einem Ford-Händler aufzunehmen.

Übrigens: Für Autofahrer lohnt sich generell ein Blick auf aktuelle Regeln und Vorschriften. So wurden etwa im Bußgeldkatalog zuletzt Strafen angepasst, während auch beim Führerschein-Umtausch Fristen eine Rolle spielen können – viele Dokumente müssen nach einer bestimmten Zeit erneuert werden. Wer hier nicht auf dem neuesten Stand ist, riskiert unnötige Kosten oder sogar Probleme im Straßenverkehr.

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