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Bürgergeld und Schwarzarbeit: Warum viele Betrüger nie auffliegen

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28.05.2026

Wer trotz Bürgergeld-Bezug schwarz arbeitet, fliegt häufig nicht bei Kontrollen vor Ort auf. Stattdessen entdecken Behörden viele Verdachtsfälle erst dann, wenn Geldflüsse oder Beschäftigungen bei automatisierten Datenabgleichen sichtbar werden. Trotzdem bleibt ein großer Teil möglicher Schwarzarbeit nach Einschätzung der Behörden im Dunkeln.

Schwarzarbeit: Wie häufig wird beim Bürgergeld betrogen?

Wie oft Bürgergeld-Empfänger tatsächlich Leistungen missbräuchlich beziehen oder gleichzeitig schwarz arbeiten, lässt sich laut Behörden nicht verlässlich feststellen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) spricht in ihrer Jahresbilanz 2025 zur Bekämpfung von Leistungsmissbrauch im SGB II, die unserer Redaktion vorliegt, ausdrücklich von einer „nicht quantifizierbaren Dunkelziffer“. Eine bundesweite Gesamtstatistik existiert nicht, denn die verfügbaren Zahlen erfassen lediglich die gemeinsamen Jobcenter von Kommunen und Bundesagentur – nicht jedoch die 104 rein kommunalen Jobcenter.

Trotz dieser Einschränkungen zeigen die Zahlen das Ausmaß der Kontrollen. Mehr als 133.000 Verdachtsfälle von Leistungsmissbrauch beschäftigten die Jobcenter allein 2025 bundesweit. In 110.010 Fällen bestätigte sich der Verdacht zumindest teilweise oder es ergaben sich konkrete Hinweise auf Missbrauch.

Dabei wurden 35.425 Fälle wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit von den Jobcentern an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls weitergeleitet.

Wie aussagekräftig sind die Zahlen?

Die offiziellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit bilden nur einen Teil des tatsächlichen Geschehens ab. Erfasst werden ausschließlich die sogenannten gemeinsamen........

© Südkurier