Welche Folgen hat der niedrige Wasserstand für die Bodensee-Schifffahrt?
Am Untersee, gegenüber der Insel Reichenau, ist im Schweizerischen Mannenbach schon Schluss: Wegen Niedrigwasser können die Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) die dortige Landestelle nicht mehr anfahren. Immerhin: Alle anderen Bodensee-Häfen sind derzeit noch offen. Aber in vielen Häfen und Fahrrinnen haben die Schiffe nicht mehr viel Wasser unterm Kiel. Grund ist der anhaltend niedrige Wasserstand des Bodensees. Seit Wochen liegt der Pegel Konstanz bei knapp über 3 Metern. Normal ist das nicht. Von Mittwoch auf Donnerstag ist er zwar um zwei Zentimeter auf nun 309 Zentimeter gestiegen. Der Wert liegt allerdings 78 Zentimeter unter dem langjährigen Mittelwert von 387 Zentimetern.
„Bis auf kleinere Erschwernisse läuft der Schiffsbetrieb weitestgehend normal“, sagte BSB-Sprecherin Katharina Stöckle auf Anfrage. Nicht zu vermeiden seien jedoch Verspätungen, da die Schiffe abschnittsweise einen größeren Uferabstand einhalten, die Landestellen mit geringerer Geschwindigkeit als bei höherem Pegel angefahren werden und der Zu- und Ausstieg wegen der teilweise steilen Gangways mehr Zeit benötigt.
Der Pegel Konstanz ist die wichtigste Messstation für den Wasserstand des Bodensees und befindet sich im Konstanzer Hafen nahe der Imperia. Gemessen wird der Wasserstand in Zentimetern über dem sogenannten Pegelnullpunkt, der bei 391,89 m über Normalnull (NHN) liegt. Die Messstation existiert bereits seit 1816 und liefert damit eine der längsten Wasserstandsreihen Europas. Der Bodensee weist natürliche Pegelschwankungen von........
