Nach 48 Jahren Einsatz: Walter Beyls Herzblut für die Feuerwehr
Da steht er: mittendrin im Geschehen der Herbstübung der Gottmadinger Feuerwehr. Dieses Mal in ziviler Kleidung, mit Jeans und Shirt. Walter Beyl wirkt entspannt, sucht das lockere Gespräch mit Kreisbrandmeister Andreas Egger, der fast ums Eck in der Gottmadinger Nachbarstadt Singen wohnt. Nicht nur bei Übungen, sondern vor allem bei Einsätzen hat der 65-jährige Walter Beyl viele Jahre eine Führungsrolle bei der Gottmadinger Feuerwehr übernommen. 48 Jahre mit enormem Einsatz als Rettungskraft. Gefragt besonders bei Tageseinsätzen, die er oft in seinen 15 Jahren als Vize-Kommandant geleitet hat, weil andere Chefs beruflich auswärts arbeiteten.
Technische Hilfe enorm wichtig
Dabei konnte Walter Beyl vor allem auch in technischer Hinsicht oft wertvolle Hilfe leisten, da er zusammen mit seinem Bruder Helmut, ebenfalls in der Feuerwehr aktiv, einen Schmiede- und Schlossereibetrieb in Gottmadingen leitet. „Unser Fachwissen hat bei vielen Einsätzen geholfen. Das gilt bei schweren Unfällen, wie durch Lastfahrzeuge oder Autos verursacht“, sagt Walter Beyl im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Es gebe auch andere Bereiche, in denen es zu handeln galt, wie bei Türöffnungen. „Oft waren es Notlagen, wenn beispielsweise Personen über mehrere Tage nicht erreichbar waren“, berichtet Walter Beyl. Das meist bittere Ende: Viele Menschen konnten nur noch tot aufgefunden werden. „Das sind immer wieder schlimme Erlebnisse“, sagt Beyl. Noch dramatischer war es für ihn, als er........
