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Gewalt gegen Frauen: Wie wir Männer Teil der Lösung werden

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25.07.2026

K.-o.-Tropfen im Drink: Leider kein Einzelfall.

Es kann überall passieren. Auf dem Heimweg. Im Ausgang. Oder im eigenen Zuhause, wo man sich am sichersten fühlen sollte. Genau dort soll der Beschuldigte im Fall Untersiggenthal seine Taten begangen haben. Er soll Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben. Seine Ex-Frau wurde laut Anklage 140-mal sediert. Der Fall erinnert unweigerlich an das Schicksal der Französin Gisèle Pelicot.

Der Sturm der Entrüstung ist riesig. Er geht vor allem von den Frauen aus. Sie organisieren Mahnwachen, fordern Massnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und nehmen die Männer in die Pflicht. Männer wie mich.

Mein erster Reflex ist bequem. Wer Frauen betäubt und vergewaltigt, muss ein Monster sein. Ein krasser Einzelfall. Dann drängen sich mir Zweifel auf. In tragischer Regelmässigkeit bringt ein Mann seine Frau oder Ex-Partnerin um. Vergewaltigungen gibt es jeden Tag. Es ist kein Einzelfall.

Trotzdem beruhige ich mich selbst: Solche Männer mag es geben – aber nicht in meinem Umfeld. Die Freunde: alle anständig. Die Ehemänner und Partner: respektvoll. Doch das hatten die........

© Solothurner Zeitung