AfD-Parteitag in Erfurt: Alice Weidel, Björn Höcke und ein Mann, der alle überstrahlt
AfD-Parteitag in Erfurt Alice Weidel, Björn Höcke und ein Mann, der alle überstrahlt
Ulrich Siegmund gratuliert Alice Weidel zu ihrer Wiederwahl.
Analyse | Erfurt · Er macht Selfies, schüttelt Hände, verbeugt sich. Ulrich Siegmund ist nicht auf der Bühne, doch der heimliche Star des AfD-Parteitags. Ein Kommentar zum Hitlergruß-Vorwurf deutet an, was hinter der Fassade steckt.
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Während Thüringens AfD-Chef Björn Höcke als Gastgeber vorne auf der Bühne spricht, tut sich im hinteren Teil der Halle ein zweiter Schauplatz auf. Journalisten, Kameraleute, Fotografen, Fans und Schaulustige versammeln sich um den Mann, der die AfD schon bald zum größten Erfolg ihrer bisherigen Geschichte führen könnte. Die Rede ist vom Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund. Er selbst tritt nicht auf die Bühne – und doch ist er der heimliche Star des AfD-Bundesparteitags in Erfurt.
Der 35-Jährige aus Sachsen-Anhalt, Anzug und frischer Haarschnitt, kommt an diesem Wochenende bei den Delegierten gut an. Während andere Reden halten, geht er auf Leute zu, macht Selfies, schüttelt Hände – und wenn er eine Frau begrüßt, verbeugt er sich tief. Als betont freundlicher und zugänglicher Kandidat möchte Siegmund bei der Landtagswahl im September die absolute Mehrheit erringen und erster Ministerpräsident der AfD werden. In Erfurt wird er gefeiert wie ein Popstar: Als auf den Leinwänden ein Film die aktuellen Wahlkämpfer........
