„Ist das Vertrauen mal ruiniert, schimpft sich’s gänzlich ungeniert“
Der 1. Mai. Halbjährlich grüßt das Murmeltier. Wieder versucht die FPÖ gegen NGOs zu kampagnisieren. Ein eigener Unterausschuss hat zwar keine Verfehlungen bei Fördervergaben festgestellt, aber warum sollten Fakten einer Kampagne im Weg stehen?
Der Angriff ist gerade in Österreich widersinnig. Was ist österreichischer als Vereinsleben? Praktisch jeder spendet, engagiert sich oder profitiert von Vereinen – vom Roten Kreuz über Blasmusik bis zu Kultur und Sport. Der größte Teil öffentlicher Finanzierungen basiert auf Leistungsverträgen. Die öffentliche Hand kauft Leistungen bei gemeinnützigen Organisationen ein. Förderungen von Projekten werden doppelt und dreifach geprüft. Jedes Ministerium produziert andere Abrechnungspflichten. Kritik an der Überbürokratie ist berechtigt. Gemeinnützige Organisationen fordern seit Jahren: einheitlich, digital und transparent. Sie leben vom Vertrauen und wissen: Gute Kontrolle ist essenziell. Eine Aufgabe für die Förder-Taskforce.
Warum die Angriffe der FPÖ auf die NGOs? Die politische Karriere Trumps hat gezeigt: Wenn man das eigene Vertrauen nicht steigern kann, reicht es, das Vertrauen in andere........
