Marilyn Monroe: Geopfert am Altar der medialen Geilheit
Dass die bei Pflegefamilien und im Waisenhaus aufgewachsene Monroe nicht das einfältige Blondinchen war, auf das sie sowohl zu Lebzeiten als auch danach reduziert wurde, blieb auch an ihrem hundertsten Geburtstag eher Geheimwissen. Oder hat man jetzt irgendwas davon gelesen, dass sie 1956 ihren damaligen Gatten Arthur Miller demonstrativ zu seiner Anhörung vor dem McCarthy-Ausschuss für unamerikanische Umtriebe begleitete, wobei sie sich der damaligen antikommunistischen Atmosphäre aussetzte, die Miller bereits zuvor zu seinem Stück »Hexenjagd« veranlasst hatte? Sie hatte sich darüber hinaus gegen die rassistischen Gesetze engagiert und gehörte zu denen, die Ella Fitzgerald zu ihrem Auftritt im »Mocambo« verhalf, dem damals bekanntesten Jazzclub der USA in Los Angeles, in dem Schwarze bis dahin nicht auftreten durften. Schließlich gehörte sie auch zu den frühen Unterstützern des »Committee for a Sane Nuclear Policy«, die wie unter anderem Martin Luther King gegen Atomwaffentests auftraten.
Die linke Medienlandschaft in Europa ist nicht groß,........
