Nur eine Bewerbung: Warum ein Handwerksbetrieb bei Schweinfurt Azubis jetzt im Ausland sucht
Die Kantine ist voll mit jungen Männern. 15, vielleicht 20 Bewerber sitzen dort und wollen einen Ausbildungsplatz zum Feinwerkmechaniker bei Mitesser Borst in Marktsteinach. Bevor einer anfangen kann, steht ein Einstellungstest an. Der Betrieb kann auswählen.
Die Szene liegt mehr als 20 Jahre zurück. Anfang der 2000er-Jahre sei das noch normal gewesen, erzählt Firmenchef Daniel Borst. Heute könne er davon nur träumen. Für das neue Ausbildungsjahr sei aus der klassischen Bewerbergruppe gerade einmal eine Bewerbung eingegangen – und die kam für den Betrieb nicht infrage.
Nachwuchsmangel beschäftigt den Familienbetrieb seit Jahren
Dass Mitesser Borst trotzdem Nachwuchs ausbildet, verdankt die Firma neuen Wegen. Einer führte zu Yaroslav Opria aus der Ukraine. Er kam 2023 mit seiner Mutter und seinem Bruder aus Odessa nach Deutschland. Bei einem Workshop des ukrainischen Vereins BARWA lernte er den Ausbildungsakquisiteur für Geflüchtete bei der........
