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Gut sterben statt nur länger leben

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02.09.2026

Gut sterben statt nur länger leben

Wir optimieren Ernährung, Fitness und Lebensstil, um möglichst lange gesund zu bleiben. Doch wer über das gute Leben spricht, sollte auch über das gute Sterben nachdenken.

Beim «Longevity-Hype» geht es heute vor allem darum, wie wir möglichst lange gesund leben können. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass das Leben nicht unbegrenzt verlängerbar ist. Wir werden sterben. Und deshalb ist eine andere Frage mindestens ebenso wichtig: Wie wollen wir sterben?

Mit der Lebensqualität am Lebensende beschäftigen sich die Soziologinnen Carr und Luth intensiv. Unter «Lebensende» verstehen sie das Sterben nicht einfach als klinischen Zustand, sondern als eigenständige, moderne Lebensphase, die erst durch mehrere Entwicklungen entstanden ist: den epidemiologischen Wandel, durch den viele Menschen heute erst im hohen Alter an chronischen Krankheiten sterben, den Einsatz neuer medizinischer Technologien, die das Leben verlängern, und die fortschreitende Medikalisierung, die den Tod vor allem als medizinisches Problem betrachtet, das möglichst lange hinausgezögert werden soll.

Aufenthalte in Hospizen, wie hier in Littau, sind entgegen der Empfehlungen von........

© Luzerner Zeitung