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Handyverbot und Kürzungen statt Kinder- und Jugendhilfe

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07.04.2026

Handyverbot und Kürzungen statt Kinder- und Jugendhilfe

Das Europäische Parlament möchte Jugendlichen unter 13 den Zugang zu sozialen Medien verwehren und auch hierzulande treten an Schulen Handyverbote in Kraft. Angeblich geschieht dies alles zum Schutz der Kinder und Jugendlichen – doch stimmt das?

Das Europäische Parlament hat sich in einem Bericht dafür ausgesprochen, ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung von Smartphones einzuführen. Jüngere Personen könnten dann nur mit Zulassung der Eltern in den Räumen des Internets teilnehmen. Als Vorbild gilt das australische Modell, durch welches die Nutzung von Sozialen Medien seit Dezember 2025 erst ab 16 Jahren möglich ist. Die EU-Kommission soll nun einen Gesetzesvorschlag entwickeln, der ein Verbot von Social-Media-Plattformen, Video-Plattformen wie YouTube und sogenannten „KI-Begleitern“ für unter 13-jährige vorsieht.

Cybermobbing, Pornografie und Gewaltdarstellungen. Im Internet haben Kinder und Jugendliche freien Zugang zu all diesen Inhalten und sind diesen meist schutzlos ausgeliefert. Alles, was im „real life“ in unserer Gesellschaft schief läuft, prallt dort ungefiltert und ohne Einordnung auf Konsumierende ein. Auch aus neurologischer Sicht ist das Scrollen für das Gehirn und den Dopamin-Haushalt erwiesenermaßen ungesund – für ein Gehirn in der Entwicklung ist der regelmäßige Gebrauch von Smartphones und Social Media nochmal deutlich schädlicher. Mehr als 25 Prozent aller 10 bis 17-Jährigen zeigen wohl einen riskanten oder krankhaften Medienkonsum – 4,7 Prozent von ihnen gelten als süchtig. Selbst wenn Jugendliche also keine unangemessenen Inhalte für ihr Alter konsumieren, kann ein erhöhter Medienkonsum zu Sucht und weiteren daraus resultierenden Problemen wie Konzentrationsschwierigkeiten und Isolation führen.

Aber das Internet und die sozialen Netzwerke bieten auch Chancen und Möglichkeiten für Verbindung. Für viele queere Jugendliche sind virtuelle Räume die einzige Möglichkeit, um Zugehörigkeit zu erfahren und sich so vor Vereinsamung zu schützen. Das Internet ist zudem eine unendliche Quelle an Wissen und bietet die Möglichkeit, sich unabhängig vom Umfeld selbstständig zu informieren und zu bilden und so eine eigene Position zu entwickeln. Die sozialen Medien bieten zudem die Möglichkeit, sich abseits von bürgerlichen Medien zu informieren und so auch auf unabhängige Berichterstattung zurückgreifen zu können, welche nicht die Staatsräson verteidigt. Vor allem während des Genozids in Palästina wurde uns vor Augen geführt, wie die bürgerlichen Medien teilweise eine bestimmte Seite einnehmen und gezielt für eine Personengruppe andere Wörter........

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