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Auflösungserscheinungen

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Südafrika am Dienstag: Mit Knüppeln und Nilpferdpeitschen bewaffnete Männer ziehen zu Tausenden durch Durban, Johannesburg und Townships der Hauptstadtregion Gauteng. Vereinzelt dringen sie in Hütten und Wohnungen ein, zerren von ihnen als Ausländer gebrandmarkte Menschen auf die Straße, plündern Geschäfte. In Johannesburg eskaliert die Lage kurzzeitig tödlich, ein 17jähriger wird erschossen, mutmaßlich ein Mitläufer des Mobs. In den Worten von Polizeiminister Firoz Cachalia: »Es war ein guter Tag für Südafrika.« Das Schlimme ist, dass man nüchtern betrachtet dem Mann sogar recht geben muss. Denn nach der wochenlangen Mobilisierung rechter Kräfte, die »illegalen« Ausländern für den 30. Juni ein Ultimatum zum Verlassen des Landes gesetzt hatten, fielen die Aufmärsche und Pogrome letztlich verhältnismäßig klein aus.

In weiten Teilen des Landes versammelten sich nur eine Handvoll Fremdenfeinde zu Kundgebungen. In der Fünf-Millionen-Einwohner-Metropole Kapstadt waren es etwa 80........

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