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Bonbons im Bunker

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03.03.2026

03. März 2026 – 14. Adar 5786

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Im Raketenhagel aus dem Iran

Im Raketenhagel aus dem Iran

In den Schutzräumen und Parkgaragen feiern Israelis spontane Purimfeiern. Die Stadtverwaltungen verteilen Süßigkeiten

Normalerweise ist Purim in Israel das lauteste, bunteste Fest des Jahres. Erwachsene und Kinder ziehen verkleidet durch die Straßen, aus Cafés dröhnt Musik, und bis tief in die Nacht verwandeln sich ganze Stadtviertel in ausgelassene Partys. In diesen Tagen ist es leise in Israel – zumindest in jenen Momenten, in denen keine Warnsirenen die Stille zerreißen. Statt Purim gibt es Krieg.

Der jüdische Karneval erinnert an die biblische Rettung der Juden vor der Vernichtung im alten Perserreich, es ist eine Geschichte über Bedrohung, Mut und Überleben. Doch auch wenn die Raketen aus dem Iran das Land bedrohen, so ganz wollen sich die Israelis das Feiern nicht nehmen lassen.

In einigen öffentlichen Bunkern und Tiefgaragen, in denen sich die Menschen, die keinen privaten Schutzraum haben, in Sicherheit bringen, fanden am Montagabend spontane Purimpartys statt. Zwar war die Musik leiser als sonst, doch die Leute warfen sich simple Kostüme über, setzten Hüte oder Perücken auf und stießen an. »L’Chaim« tönte es dann und oft auch: »Auf das Ende von Chamenei!« Der Tod des obersten Führers des Iran, Ali Chamenei, hat die meisten Israelis positiv überrascht.

Hamantaschen in der Nacht gebacken

Sima Cohen verteilt am Dienstagmorgen im öffentlichen Bunker am Rotschild Boulevard in Tel Aviv Hamantaschen – auf Hebräisch Osnei........

© Juedische Allgemeine