»Verzeih, dass ich dich in eine grausame Welt brachte«
Kein Kinderlachen, kein Kuchen, keine Kerzen. Stattdessen Stille und unendliche Traurigkeit. Am Sonntag (18. Januar) wäre Kfir Bibas drei Jahre alt geworden. Wahrscheinlich hätte er ein Superhelden-Outfit geschenkt bekommen. Spiderman oder Captain America vielleicht. Dann wären er und sein Bruder Ariel, der große Batman-Fan, lachend durch ihren Kibbuz gefegt, während ihre orange-roten Haare im Wind wehen. Doch Kfir und Ariel feiern nicht. Sie wurden zusammen mit ihrer Mutter Shiri von palästinensischen Terroristen nach Gaza entführt und dort ermordet.
Am Geburtstag wandte sich sein Vater Yarden Bibas in den sozialen Netzwerken auf Hebräisch an seinen Sohn, den er nicht aufwachsen sehen durfte. Denn Kfir war nicht einmal ein Jahr alt, als er, Ariel und Shiri so unvorstellbar brutal aus ihrem Leben gerissen wurden.
In seinem Beitrag blickt der 35-Jährige auf Kfirs kurzes Leben zurück: von seiner Geburt über die ersten festen Mahlzeiten und den Moment, als er zu krabbeln begann, und zur Teilnahme an der Feier zum vierten Geburtstag seines älteren Bruders. »Du konntest deinen ersten Geburtstag nicht feiern«, so Bibas. »Wie soll ich denn nur deinen dritten begehen?«
»Es tut mir leid, dass ich dich in diese grausame Welt gebracht habe«, schreibt er weiter. Ein Satz, der vor Ohnmacht, Schuld........
