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Zeit, Zionist zu sein!

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07.04.2026

07. April 2026 – 20. Nissan 5786

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Zeit, Zionist zu sein!

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

Es gibt Momente in der Geschichte, in denen es Klarheit braucht. Momente, in denen die Verwässerung ein Ende haben muss. Und in denen Verzerrungen entschlossen bekämpft werden müssen. Ein solcher Moment ist gekommen. Er ist jetzt. Und er bedeutet: Es ist Zeit, Zionist zu sein. Offen, laut und stolz!In einer Zeit, in der der Zionismus als Sinnbild alles Bösen herhalten muss, als Chiffre für Kapitalismus, Imperialismus und Kolonialismus, als Symbol von Besatzung, Unterdrückung und Macht, ist es Zeit, sich zu entscheiden. Nicht einfach. Sondern mehrfach.Geht man der Erzählung auf den Leim, wonach es sich beim Antizionismus lediglich um Widerstand gegen eine menschenverachtende Ideologie handelt? Um einen gerechten Kampf gegen weiße Privilegien? Um den Einsatz gegen eine rassistische, genozidale Weltanschauung? Um eine globale, antikoloniale Widerstandsbewegung?Oder erkennt man, dass der Antizionismus in Wahrheit die jüngste Mutation des ältesten und beständigsten Hasses der Weltgeschichte ist? Des Judenhasses! Der heute nicht mehr im Gewand der Religion daherkommt und nicht mehr in der Hülle pseudo-wissenschaftlicher Rassenlehre, sondern im Outfit des Kampfes für Gerechtigkeit und Menschenrechte.

Die Methodik ist dabei nicht neu: Sie besteht aus Verleumdungen, Propaganda und Desinformation. Und versucht so dreierlei: die Lebensader historisch-jüdischer Existenz zu kappen. Die nationale Herzkammer des jüdischen Volkes zu zerstören. Und das zentrale Nervensystem jüdisch-kollektiven Selbstverständnisses zu torpedieren.

Die Folgen sind so offensichtlich wie dramatisch. Denn die historische Verbindung der Juden zu ihrer angestammten, biblischen Heimat wird in Frage gestellt. Israel wird als Unrechtsstaat begriffen, der aufgelöst werden muss. Und Juden weltweit beginnen durch die permanenten Angriffe, die Verleumdungen und die Dämonisierungen aus den unterschiedlichsten Richtungen an ihrer Geschichte, ihrer Herkunft, ihren Idealen, ihrer Kultur, ihrer Religion, ihrer Zugehörigkeit, ihrer Identität und schließlich sich selbst zu zweifeln.

Manche suchen ihr Heil in der Flucht aus der eigenen Identität, andere suhlen sich in Selbsthass und wieder andere wenden sich gegen all das, was sie als Ursache des Übels vermuten: Zion, Zionisten, Zionismus.Dabei war der Zionismus nie das, was seine Gegner in ihm sehen wollten. Und nie das, was seine Feinde ihm unterstellten. Er war das exakte Gegenteil. Keine Ideologie der Unterwerfung, sondern eine Bewegung der Selbstermächtigung. Keine Überzeugung von Überlegenheit, sondern eine Reaktion auf andauernde Ohnmacht. Kein Angriff auf andere, sondern die Verteidigung von Freiheit und Selbstbestimmung.Die Entscheidung für den Zionismus ist daher eine Entscheidung zugunsten von Fakten, Recht und Wahrheit. Und gegen Verleumdung, Desinformation und Dämonisierung.Doch es ist noch viel mehr! Es ist eine Entscheidung für eine bessere Zukunft. Zugunsten eines uralten Traums, der immer noch lebt. Und der sich beharrlich weigert, zu zerplatzen. Eine Entscheidung, für eine Zukunft, die keine Luftschlösser........

© Juedische Allgemeine