Völkerrecht und Iran-Krieg: Merz spricht von einem Dilemma
01. März 2026 – 12. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Völkerrecht und Iran-Krieg: Merz spricht von einem Dilemma
Es sei nicht der Moment, »unsere Partner zu belehren«, sagt der Kanzler zu den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran. Verurteilungen und Sanktionen hätten gegen Teheran wenig ausgerichtet
01.03.2026 23:22 Uhr
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich zur völkerrechtlichen Einordnung der Militärschläge der USA und Israels gegen den Iran zurückhaltend geäußert. Es sei jetzt »nicht der Moment, unsere Partner und Verbündeten zu belehren«, sagte der CDU-Politiker in Berlin. »Bei allen Zweifeln teilen wir viele ihrer Ziele, ohne selbst imstande zu sein, sie auch tatsächlich zu erreichen.«
Man habe innerhalb der Bundesregierung ausführlich über »die völkerrechtliche Einordnung dessen, was da gegenwärtig geschieht«, diskutiert. »Wir sehen das Dilemma, dass mit völkerrechtlichen Maßnahmen und Schritten, die wir ja in den letzten Jahrzehnten immer wieder auch versucht haben, gegen ein Regime, das atomar aufrüstet und das eigene Volk brutal unterdrückt, offensichtlich nichts zu bewirken ist.«
Appelle aus Europa, die Verurteilung iranischer Rechtsbrüche und selbst umfangreiche Sanktionspakete hätten über Jahre und Jahrzehnte wenig ausgerichtet.
Aber das Völkerrecht!
Von vielen deutschen Journalisten und anderen »Israelkritikern« wird die überstaatliche Rechtsordnung einseitig gegen den jüdischen Staat in Stellung gebracht. Derweil verschanzen sich hinter dem Ruf nach Völkerrecht die Mörder
Man könne aber völkerrechtlich zumindest so viel sagen: »Es ist ein laufender, seit Jahrzehnten andauernder Konflikt, den Israel und die Vereinigten Staaten von Amerika jetzt durch militärische Schläge beenden wollen, und zwar sowohl im Hinblick auf den Terror, der die ganze Region erfasst, als auch im Hinblick auf die Entwicklung von nuklear bestückbaren Raketen.« Es gebe keinen idealen Zeitpunkt, zu dem man so etwas unternehmen könne, »aber es kann einen Zeitpunkt geben, zu dem es zu spät ist«.
Merz betonte auch, das iranische Regime bedrohe den Staat Israel in seiner Existenz. »Die Zusammenarbeit mit terroristischen Gruppen gefährdet unsere Partner und auch uns selbst. Gleiches gilt für Irans systematische Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.« dpa
Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an
Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden
IDF: Chamenei war der Letzte auf der Terroranführer-Liste des 7. Oktober
Die israelische Armee hat bekannt gegeben, dass mit Chamenei der letzte der für die Massaker des 7. Oktober verantwortlichen Anführer eliminiert sei
Netanjahu kündigt Intensivierung von Angriffen auf Teheran an
In dieser Offensive setze Israel »wie nie zuvor« die gesamte Kraft der Armee ein, sagt der Premier
Zwischen Jubel und Ungewissheit
Wie Israelis auf den Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei reagieren
von Sabine Brandes 01.03.2026
Bericht: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht
Wegen des Kriegs gegen den Iran: »Flügel Zions« parkt nun am Flughafen BER
Neun Tote bei Einschlag iranischer Rakete in Synagoge in Beit Schemesch
Ein Haus, bei dem es sich um eine Synagoge handeln soll, wurde direkt von einer iranischen Rakete getroffen. Sechs Menschen werden weiterhin vermisst
01.03.2026 Aktualisiert
Drohung gegen koscheren Supermarkt
In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen
von Nicole Dreyfus 01.03.2026
Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg
Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«
Netanjahu an Iraner: »Vollendet es«
Regierungschef Benjamin Netanjahu richtet sich mit einer Ansprache auf Farsi an die iranische Bevölkerung
+49 30 275833 0 Mo-Do 9-17 Uhr Fr 9-14 Uhrverlag@juedische-allgemeine.deredaktion@juedische-allgemeine.de
© 2026 Jüdische Allgemeine Impressum/Datenschutzerklärung/AGB/Privatsphäre
