Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk
25. September 2026 – 14. Tischri 5787
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Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk
Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum
25.09.2026 11:18 Uhr
Im Streit um die Aufarbeitung eines Restitutionsfalls aus der Nachkriegszeit hat die Jüdische Gemeinde Frankfurt den Hessischen Rundfunk (HR) scharf kritisiert und rasches Handeln gefordert. Es geht um den Umgang des Senders mit einem Grundstück der B’nai-B’rith-Loge in der Frankfurter Innenstadt, das in der NS-Zeit enteignet worden war. »Historische Verantwortung darf nicht vertagt werden«, erklärte der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Freitag in einer Pressemitteilung.
Man erwarte vollständige Transparenz und eine akribische Aufarbeitung des konkreten Falls, so die Gemeinde weiter. Der HR müsse zeigen, dass er sich mit seiner eigenen Geschichte im Umgang mit jüdischem Eigentum aufrichtig auseinandersetze. Fehlverhalten in der Vergangenheit dürfe durch Schweigen oder den Verweis auf juristische Fristen nicht unwidersprochen hingenommen werden.
Hintergrund der Forderung ist ein seit Monaten schwelender Konflikt zwischen dem HR und der Frankfurter B’nai-B’rith-Loge an der Eschersheimer Landstraße. Die 1949 gegründete Rundfunkanstalt hatte das Gelände nach Kriegsende erhalten und sich 1951 in Verhandlungen mit der Jewish Restitution Successor Organization (JRSO) sowie der........
