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„Wir sind Partner auf Augenhöhe“

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18.06.2026

18. Juni 2026 – 3. Tamus 5786

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»Wir sind Partner auf Augenhöhe«

Am 21. Juni 2021 begann die jüdische Militärseelsorge bei der Bundeswehr. Militärbundesrabbiner Zsolt Balla zieht nach fünf Jahren eine positive Zwischenbilanz

 18.06.2026 10:23 Uhr

Vor fünf Jahren nahm die Wiedereinführung einer jüdischen Militärseelsorge in Deutschland Gestalt an: Am 21. Juni 2021 wurde Zsolt Balla, zugleich seit 2019 Landesrabbiner von Sachsen, in Leipzig als erster Militärbundesrabbiner in das Amt eingeführt. Erstmals nach rund 100 Jahren und 76 Jahre nach dem Ende der Schoa gab es damit wieder eine jüdische Militärseelsorge in der deutschen Armee.

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sprach damals von einem historischen Tag und erklärte: »Mit der Berufung von Militärrabbinern knüpfen wir an eine alte Tradition an und schlagen zugleich ein neues Kapitel auf.«

Nach fünf Jahren zieht Rabbiner Balla, der das Militärrabbinat in Berlin-Mitte leitet, eine positive Bilanz: »Wir gehören dazu, und angesichts der sicherheitspolitischen Herausforderungen fragt die Truppe ihre Militärrabbiner auch zunehmend aktiv an: im Kasernenalltag, im Übungsgeschehen und auch für Auslandseinsätze.«

Bislang keine Bewerbungen von Frauen

Inzwischen gibt es sieben Militärrabbiner - zehn sind angestrebt. »Wir sind auch offen für Rabbinerinnen. Doch bisher gab es noch keine Bewerbungen«, sagt Balla, selbst orthodoxer Rabbiner. Seit 2024 hat das Militärrabbinat sogar eine eigene Thora-Rolle samt Bundeswehr-Transportbox. Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) beteiligte sich am Schreiben der letzten hebräischen Buchstaben der Gebetsrolle.

In der Bundeswehr gibt es Schätzungen zufolge mindestens 300 Soldaten jüdischen Glaubens. Da die........

© Juedische Allgemeine