„Meine Musik soll Herzen öffnen“
31. August 2026 – 18. Elul 5786
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»Meine Musik soll Herzen öffnen«
Motty Steinmetz ist in der orthodoxen Welt ein Superstar. Sein Großvater überlebte Auschwitz, nun tritt er zum ersten Mal in Deutschland auf. Wir haben mit dem chassidischen Sänger gesprochen
Ihr Konzert in Frankfurt findet nur wenige Tage vor Rosch Haschana statt. Was bedeutet es für Sie, zu dieser Zeit des jüdischen Jahres aufzutreten?Das ist eine sehr besondere Zeit vor einem großen und heiligen Tag, an dem über das kommende Jahr entschieden wird. Es gibt verschiedene Wege, wie wir uns darauf vorbereiten. Wir denken darüber nach, was wir in unserem Leben verbessern müssen, wir beten und wir geben Spenden. Eine weitere Möglichkeit ist das Singen heiliger Worte, zum Beispiel aus den Psalmen. Ich hoffe, dass wir uns mit dem Konzert also gemeinsam auf Rosch Haschana vorbereiten.
Ihre Musik verbindet chassidische Melodien mit Texten aus jüdischen Gebeten und der Tora. Was möchten Sie beim Publikum auslösen, wenn Sie diese Lieder singen?Wenn ein Mensch meine Musik hört, wünsche ich mir, dass sie ihn erhebt und ihm Freude schenkt, sie soll sein Herzen öffnen und ihn berühren. Ich würde es tatsächlich als eine Form von Kiruw bezeichnen – als eine Möglichkeit, einen Menschen näher zu Gott zu bringen. Die Texte und Melodien können Menschen Trost spenden und ihren Glauben stärken, dass Gott über sie wacht und dass ihnen nichts geschehen wird, was nicht Teil dessen ist, was für ihr Leben bestimmt ist. Auf Hebräisch nennen wir das Emuna. In dem Moment, in dem man dem Heiligen, gelobt sei Er, vertraut und glaubt, dass Er das Beste für einen tut, fühlt man sich besser. Man empfindet........
