Irans stärkster Proxy wankt
16. März 2026 – 27. Adar 5786
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Irans stärkster Proxy wankt
Geschwächt und unter Druck im eigenen Land versucht die schiitische Terrormiliz im Libanon, sich von Teheran zu distanzieren
Über Jahrzehnte war die Hisbollah die schlagkräftigste Terrormiliz im Nahen Osten – bis an die Zähne bewaffnet, finanziert und politisch gestützt vom Regime in Teheran. Doch nach Jahren der Kriege und Niederlagen wirkt die schiitische Organisation heute wie ein Schatten ihrer selbst. Während Israel und die USA gegen den Iran Krieg führen, versucht die Hisbollah im Libanon zunehmend, ihre Rolle neu zu definieren und sich zumindest rhetorisch von ihrem wichtigsten Geldgeber zu distanzieren.Nachdem der jahrzehntelange Generalsekretär Hassan Nasrallah im September 2024 durch einen israelischen Angriff auf sein Hauptquartier getötet worden war, übernahm Naim Kassim. Dessen neue Linie zeigte sich kürzlich in einer Fernsehansprache. »Die Raketenangriffe auf Israel sind eine Reaktion auf israelische Verletzungen der Waffenruhe«, erklärte er und betonte, die Angriffe stünden »in keinem Zusammenhang mit irgendeiner anderen Schlacht«. Eine bemerkenswerte Formulierung mitten im aktuellen Konflikt.Die Hisbollah entstand in den 80er-Jahren mit iranischer Unterstützung, wurde von dessen Revolutionsgarde ausgebildet und entwickelte sich zum zentralen Instrument der imperialistischen Bestrebungen des Iran im östlichen Mittelmeer.
»Man kann den Iran nicht vom Libanon trennen«
Shmuel Bar, einst hochrangiger israelischer Geheimdienstmitarbeiter, ist heute Sicherheitsforscher und Mitglied der Organisation »Commanders for Israel’s Security«. Aus seiner Sicht sei der Einfluss des Mullah-Regimes auf die Miliz kaum zu überschätzen. »Man kann den Iran nicht vom Libanon trennen. Die Hisbollah steht komplett unter der Kontrolle der iranischen Revolutionsgarde«, erklärt er. Lange Zeit sei sie das wichtigste Instrument der regionalen Strategie Teherans gewesen. »Die Hisbollah war das Kronjuwel unter den Teheraner Proxy-Stellungen.«Andere Verbündete des Iran – Milizen im Irak und in Syrien sowie die Huthi im Jemen und die Hamas in Gaza – seien derzeit deutlich eingeschränkter handlungsfähig. Deshalb setze Teheran besonders auf die Hisbollah. Zwar bleibe die Organisation finanziell und militärisch stark vom Iran abhängig, doch Teheran habe derzeit andere Probleme, als große Ressourcen in seine Stellvertreter zu investieren, so Bar.Israel sei sich dessen........
