Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt
26. Juli 2026 – 12. Aw 5786
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Bayreuther Festspiele
Michel Friedman in Bayreuth: Neue Ära der Aufarbeitung beginnt
Um offen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umzugehen, haben die Bayreuther Festspiele Michel Friedman als Redner eingeladen. Der Publizist rief eine neue Ära des Erinnerns aus
26.07.2026 17:02 Uhr
Bei den Bayreuther Festspielen hat der Publizist Michel Friedman Festspielleiterin Katharina Wagner eine große Aufgabe mit auf den Weg gegeben. »An diesem Wochenende beginnt es, das neue Bayreuth«, sagte er am Sonntag bei der Gedenkveranstaltung »Verstummte Stimmen«: »Es beginnt eine neue Ordnung des Aufarbeitens, des Ausgrabens und des Redens, in aller Klarheit und öffentlich.« Im voll besetzten Festspielhaus fand am Morgen nach der Eröffnung der diesjährigen Festspiele ein Gedenkkonzert für vertriebene und ermordete jüdische Künstlerinnen und Künstler statt. Dem Konzert vorausgegangen waren im Juni zunächst eine Absage der geplanten Gedenkveranstaltung, ein großer öffentlicher Aufschrei sowie eine Entschuldigung und Wiedereinladung durch Festspielchefin Katharina Wagner. »Es gibt Auseinandersetzung und Streit, dann reicht man sich die Hand und macht weiter als Mensch und Freund«, sagte Friedman in seiner Gedenkrede unter dem Titel »Über Bayreuth, über Deutschland. Versuch einer Gesellschaftsanalyse«.
Verurteilung jahrzehntelangen Schweigens
Im Fokus der Rede standen Wagners Antisemitismus, die........
