Die AfD und ihr Plan für Sachsen-Anhalt
12. Juli 2026 – 27. Tamus 5786
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Die AfD und ihr Plan für Sachsen-Anhalt
Jubel für Ulrich Siegmund, Vorwürfe gegen die CDU und ein 100-Tage-Plan mit radikalen Forderungen – was die AfD in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl vorhat
Der Parteitag in Magdeburg plätschert ein wenig vor sich hin. Die Vorstellung des 100-Tage-Programms ist durch, die meisten Posten im Landesvorstand sind vergeben – alles ist professionell vorbereitet. Doch als AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund als Beisitzer in den Vorstand gewählt wird, kommt Jubelstimmung im Saal auf. 99,5 Prozent Zustimmung – ein Traumergebnis für den 35-Jährigen, der im Herbst die erste AfD-Landesregierung in Deutschland führen möchte.
Siegmund legt in Magdeburg dar, wie er sich Sachsen-Anhalts Zukunft vorstellt: Rundfunkstaatsverträge kündigen, mehr Abschiebehaftplätze, flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber, Förderung von Führerscheinen – all das steht in seinem 100-Tage-Programm. »Die Leute möchten den politischen Wandel«, sagt Siegmund. »Aber diese Wahl ist noch nicht gewonnen. Diese Demut sollten wir in uns tragen.«
AfD-Landeschef wirft Schulze Lügen vor
Während sich Siegmund teilweise staatstragend gibt, attackiert AfD-Landeschef Martin Reichardt die politische Konkurrenz. Er wirft Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) Lügen vor. Schulze wisse genau, dass er lüge, wenn er eine Zusammenarbeit mit den Linken ausschließe. »Denn ohne die Linken hat Herr Schulze überhaupt keine Chance auf irgendwelche Mehrheiten«, sagt Reichardt. »Unsere historische Aufgabe ist es, diese Mehrheit aus Deutschlandhassern und machtgierigen Unionsspießern zu verhindern.«
Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht
Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten
AJC warnt vor AfD-Regierungsübernahme
Zum AfD-Bundesparteitag hat das American Jewish Committee eine Analyse über den Landesverband in Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Die Aussage ist........
