UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch
Bei einer Sitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen anlässlich des Holocaust-Gedenktages hat die 91-jährige Holocaust-Überlebende Sara Weinstein erstmals in der Geschichte des Gremiums eine Rede auf Hebräisch gehalten. Begleitet von ihren Töchtern und Enkelinnen erzählte sie ihre Lebensgeschichte, nachdem sie ihre Ansprache zunächst auf Englisch begonnen hatte.
»Zum ersten Mal wurde hier ein Zeugnis auf Hebräisch gehört. Schweigen angesichts von Antisemitismus ist ein moralisches Versagen«, betonte Israels UN-Botschafter Danny Danon im Anschluss an die Rede.
Weinstein, geboren in Polen, berichtete von ihrem Leben vor dem Zweiten Weltkrieg, von ihren Eltern, Geschwistern, ihrer Großmutter und dem Haus am Fluss, in dem sie aufwuchs. »Ich erinnere mich nicht mehr an das Gesicht meiner Mutter oder meiner Großmutter«, sagte sie und beschrieb, wie wenig von dieser Zeit geblieben sei.
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