Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?
26. Juni 2026 – 11. Tamus 5786
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Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?
Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben
26.06.2026 10:24 Uhr
Die Anklage legt ihm zur Last, im Auftrag des Irans in Deutschland Juden und Freunde Israels für Mord- und Brandanschläge ausgespäht zu haben. Dafür soll sich ein 54 Jahre alter Däne mit afghanischen Wurzeln von Freitag an vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts verantworten. Der Generalbundesanwalt wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit vor.
Mitangeklagt ist ein mutmaßlicher Komplize, der dem mutmaßlichen Spion seine Unterstützung für eine mögliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll.
Unter den vom Hauptangeklagten ausgespähten Personen befanden sich laut Anklage auch der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck.
Möglichkeit zur Stellungnahme
Beck, der von 1994 bis 2017 für die Grünen im Bundestag saß, hat beantragt, als Nebenkläger zugelassen zu werden. Eine Gerichtssprecherin bestätigte das Vorliegen des Antrags. Darüber entschieden sei aber noch nicht, da den anderen Prozessbeteiligten zunächst die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt worden sei.
Dänische Polizeibeamte hatten den 54-Jährigen vor genau einem Jahr in der zweitgrößten dänischen Stadt Aarhus festgenommen. Wenige Wochen später wurde er nach Deutschland überstellt und in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt. Seitdem sitzt er in deutscher........
