Mamdani nennt pro-israelische Lobbygruppe „Monster“
23. Juni 2026 – 8. Tamus 5786
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Mamdani nennt pro-israelische Lobbygruppe »Monster«
New Yorks Bürgermeister verteidigt seine Wortwahl. Der demokratische Abgeordnete Josh Gottheimer wirft ihm vor, Judenhass salonfähig zu machen
23.06.2026 12:22 Uhr
Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani sorgt mit scharfen Angriffen auf die pro-israelische Lobbyorganisation AIPAC weiter für Kontroversen. Bei der Lobbyorganisation handele es sich um »Monster«, die »Millionen dunklen Geldes bewegen, um ein Ziel zu erreichen: Ihre Macht zu erhalten, damit sie uns gegeneinander ausspielen können«, behauptete Mamdani am Donnerstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Vermont.
Jüdische Organisationen und Vertreter werfen ihm vor, antisemitische Stereotype zu bedienen. Selbst jüdische Unterstützer Mamdanis gingen auf Distanz. Sie warnten davor, dass die Wortwahl an entmenschlichende antisemitische Verschwörungsmythen erinnern könne. Amerikanische Medien wie die Jewish Telegraphic Agency, CBS und »Politico« berichteten.
Mamdani hatte die Äußerung vergangene Woche bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Senator Bernie Sanders gemacht. Das Event in Brooklyn sollte drei von ihm unterstützte progressive Kandidaten für das US-Repräsentantenhaus vor den demokratischen Vorwahlen in New York unterstützen. Dabei sagte Mamdani, »Monster« würden heute viele Formen annehmen, darunter auch AIPAC. Der Organisation warf er vor, ein politisches System zu verteidigen, das Leid und Gewalt ermögliche.
Besonders umstritten war eine Passage, in der Mamdani sagte, für AIPAC sei »nichts beängstigender als das Ende des Völkermords und der Kriege von Netanjahu«. Außerdem erklärte er, Ziel der Organisation sei es, »uns gegeneinander aufzubringen«.
Während jüdische Gruppen Mamdani scharf kritisierten, kamen auch aus seinem eigenen politischen Umfeld Warnungen. Rabbi Jill Jacobs, Leiterin der progressiven Menschenrechtsorganisation T’ruah, schrieb, die Bezeichnung AIPAC und dessen Unterstützer als »Monster« stelle sie als weniger menschlich dar und nicht als politische Gegner mit anderen Ansichten.
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